Leserunde

Shortlist-Leserunde zu "Der Vogelgott" (Susanne Röckel)

Der Vogelgott
von Susanne Röckel

Bewerbungsphase: 04.10. - 18.10.

Beginn der Leserunde: 25.10. (Ende: 15.11.)

Im Rahmen dieser Shortlist-Leserunde zum Deutschen Buchpreis stellen wir 15 Freiexemplare von "Der Vogelgott" (Susanne Röckel) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. 

ÜBER DAS BUCH: 

Hier hat eine große Erzählerin aus einer grimmigen Geschichte einen grandiosen Roman gemacht. Die Mitglieder einer wissenschaftlich orientierten Familie werden durch eine zufällige Entdeckung auf einem Kirchenbild in den schwer durchschaubaren Mythos eines Vogelgottes hineingezogen – mit einem Sog, dem sie so wenig widerstehen konnen wie der Leser dieser Geschichte. Spätestens als sich herausstellt, dass dieser Mythos eben nicht nur ein Mythos ist. Es ist eine sagenhafte, aber elende Gegend dieser Erde, wo die Verehrer des Vogelgotts leben, die ihm allerdings weniger ergeben als vielmehr ausgeliefert zu sein scheinen.
In diesem unwiderstehlichen Roman entpuppt sich eine geheime Welt als die unsere, in der die Natur ihre Freundschaft aufkündigt und wir ihrer Aggression und Düsternis gegenüberstehen.
Das ist nicht die übliche Jung und Jung Literatur, werden manche denken. Beim Lesen und vor allem Weiterlesen fragt man sich, warum man das Buch nicht aus der Hand legen kann, zumal hier nicht mit altertümlichen Spannungselementen gearbeitet wird.

ÜBER DIE AUTORIN:

Susanne Röckel geboren 1953 in Darmstadt, studierte Romanistik und Germanistik in Berlin und Paris, lebt als Schriftstellerin und Übersetzerin (Paula Fox, Antonia S. Byatt, Irène Némirovsky, Joyce Carol Oates u.a.) in München.

15.11.2018

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 189 bis Ende

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Estrelas kommentierte am 04. November 2018 um 11:04

Ich fand es gut, dass die Recherchen des letzten Bruders ein paar Ansätze zu den Hintergründen geliefert haben. Verwundert hat mich dabei rückblickend, dass von der Rekrutierung von Soldaten die Rede war, wobei Thedor ja nun gar nicht in dieses Raster fällt. Ich hätte mir gewünscht, dass mehr noch als dieses Zusammengehörigkeitsgefühl der Geschwister eine Zusammenführung ihrer Erlebnisse stattfindet. Aber vielleicht hätte man damit das Mysterium zwangsläufig zerredet...

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Gittenen kommentierte am 04. November 2018 um 13:00

Ja, das schweige bei dem Roman war gerade, dass die Geschwister so wenig Kontakt zueinander hatten.  So kam es selten zu Berührungspunkten obwohl alle zu ungefähr gleichen Zeit was mit der Geschichte zu tun hatten .So ist es ein großes Puzzle Spiel.

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herrzett kommentierte am 05. November 2018 um 11:07

Ich fand es irgendwie ja gerade spannend, dass sie kaum etwas miteinander zutun gehabt haben und am Ende dann doch wieder zueinander fanden. 

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Hermione kommentierte am 10. November 2018 um 20:29

Das hat mir auch besten gefallen, dass die Geschwister am Ende wieder zusammengefunden haben.

Und auch die Anknüpfung zu ihrer Kindheit ("Verschwinden") ist schön, weil sich damit der Kreis schließt.

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 16:23

Ich fand es auch sehr gelungen, dass die Geschwister als Kinder dieses "Verschwinden" gespielt haben, aber eigentlich jeder für sich alleine, gar nicht zusammen, nach dem Tod der Eltern erlebt jeder nochmal ein "Verschwinden" in der transzendentalen Welt, einer mehr, der andere weniger, aber zum Schluss: spielen die Geschwister wieder "Verschwinden", im dunklen Sanatoriumsraum, aber sie sind alle zusammen dort in dem kleinen Raum und spielen zusammen "Verschwinden". Was auch irgendwie ein Abschied von uns Lesern ist, denn das Buch endet ja und auch wir verschwinden für die Figuren im Buch. 

(Es wäre auch das erfreulichere Ende für "Das Ende der Einsamkeit" vom Wells gewesen. ;)----- Dieses typische Geschwister-Geflecht. Jeder geht seinen eigenen Weg und doch gehört man zusammen. Irgendwie mystisch.)

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Gittenen kommentierte am 24. Februar 2019 um 20:06

Ich fand es auch sehr innig kurz vor dem Abschied zwischen Thedor und Dora in der Wohnung , ebenfalls eine schöne verschwinde Szene 

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schwadronius erwähnte am 02. März 2019 um 14:42

Hallo! SPOILER !!! Ich las es doch noch nicht. (weil Du, Schwan, mir die Prämie weggetauscht hast! - ha ha, immer wieder gut!).

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lesesafari kommentierte am 02. März 2019 um 17:33

voll nicht. Ohoo, die Geschwisterkonstellation ist gleich. :/
Hast du mittlerweile das Buch?

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schwadronius antwortete am 03. März 2019 um 16:04

Nein, aber "Die Nußschale" auf Englisch.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 05. November 2018 um 22:37

Das ist mir auch - vor allem nochmal jetzt im letzten Teil - durch den Kopf gegangen: warum reden die Geschwister nicht über ihre Erlebnisse. Sind ja quasi die selben. Dann hätten sie das schon früher herausgefunden..

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Yexxo kommentierte am 06. November 2018 um 18:57

Naja, Lorenz hatte sich ja schon früh abgekapselt. Und Dora stand mit ihrer Liebe für Kunst auch etwas allein. Dazu konnten beide ältere Geschwister mit der der Art ihres jüngsten Bruder einfach wenig anfangen. Die haben sich einfach auseinandergelebt, wie es vermutlich sehr häufig vorkommt.

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dj79 kommentierte am 13. November 2018 um 17:57

Ja, die Entfremdung innerhalb einer Familie ist schon eine traurige Angelegenheit und wahrscheinlich gar nicht so selten. Wenn Geschwister erst einmal alle eigene Partner und vielleicht noch Kinder haben, kommt die gemeinsame Zeit mit den eigenen Geschwistern oft zu kurz. Wenn man den Familienkreis auf Cousins und Cousinen erweitert, sind die Auswirkungen noch gravierender. Irgendwann sieht man sich nur noch auf Beerdigungen.

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Gittenen kommentierte am 24. Februar 2019 um 14:19

Hier Schwäni da möchte ich nochmal ansetzen.

Ich meinte doch in Teil zwei, dass mir noch was am Prolog aufgefallen ist. Es war alles in Hinsicht der Geschwister schon da: "...wurde mir schmerzlich die Zersplitterung  unserer Welt bewußt,deren einzelne Teile nichts und noch weniger voneinander  zu lernen scheinen" 

Dies kann man auch auf seine Kinder übertragen( unter anderem)

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 16:27

Ich weiß zwar nicht, an welcher Stelle der Satz stand. Aber ja, der Lorenz hat mich jetzt total positiv überrascht (wenn auch er später wieder seine Macken hat ;D) und da wirkt er dem Vater und auch der Mutter doch so viel näher, als die anderen Geschwister. Er ist viel empfänglicher für das Natürliche, Spirituelle. Doch leidet er dadrunter, dass er es fassen will und doch nicht fassen kann, weil es ja eben nicht zu fassen ist.

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Gittenen kommentierte am 24. Februar 2019 um 20:11

Ja , siehe meinen Kommentar unter diesem Kommentar da ist der Satz mit dem fassen. Er hätte es fast geschafft, aber manches kann man nicht fassen und versteht es doch . Wie Ich  die Erfahrung mit dem Passionslied machte .

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 22:11

Da zitiere ich mal ".".

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Gittenen kommentierte am 04. November 2018 um 13:07

Es ging mir lange Zeit in dem Romanso wie Lorenz " Es war, als würde sich etwas vor mir abzeichnen, dessen Wirklichkeit nicht zu bezweifeln war,doch zu dessen Erfassung sich meine Augen nicht eigneten;Als fehlte mir die geeignete  Brille."

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 05. November 2018 um 22:38

Mir geht's immer noch so *grins*

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Estrelas kommentierte am 06. November 2018 um 20:40

Hihi

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 16:30

Ich sag ja, schrieb fast: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentlich ist für die Augen unsichtbar.  :D (Bald ist ja auch Ostern...) Und aus der/die/das/dem Taize müsste auch dieser Satz stammen: Herr, schenk mir blöde Augen, für Dinge, die nicht taugen.  (Langsam schwant mir was. Alles so Sätze aus der Kindheit.)

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Gittenen kommentierte am 24. Februar 2019 um 20:19

Sehr schön ( beides der kleine Prinz und die blöden Augen)

ja wir kommen immer wieder auf das Oster Wunder zu sprechen. Ich habe es schon lange aufgeben dies rein  mit der Logik und dem Intellekt zu verstehen. Von dem reinen Intelekt würde ich die Auferstehung leugnen.

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 22:14

Es muss ja gar nicht Ostern sein, aber es passte grad zeitlich so gut. ;)
Wer würde das nicht? Vllt muss man es ja gar nicht wörtlich verstehen, sondern bildlich/sinnlich. Darauf kommts ja an.

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Gittenen kommentierte am 04. November 2018 um 13:11

Es kam mir so vor als ob hier in der westlichen. Zivilisation die Klinik die Sammelstelle ist.Die Kinder werden durch Träume angelockt zur Behandlung ( Klinikleiter Tor( vyk) Allt  )

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herrzett kommentierte am 05. November 2018 um 11:15

Hmmm. hierzu hab ich irgendwie noch eine Frage oder ich hab es nicht so hunderprozentig herausgelesen...

Haben diese Kinder Berührungspunkte mit diesem 'Vogelgott' alias Mensch mit Vogelmaske gemacht und sich deshalb wie Lorenz selbst ständig verfolgt gefühlt und sind in den Wahn abgedriftet? Und dann gibt es nur diese eine Klinik, die alle Kinder 'sammelt'?!

Und warum gibt es diese Blogeinträge, die dann nachträglich wieder zurückgezogen werden... denn theoretisch müssen diese ja von Eltern geschrieben wordn sein und die müssen dann ja dann auch von dem Leiter 'in den Bann' gezogen worden sein...

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Gittenen kommentierte am 05. November 2018 um 14:53

Fragen über Fragen.Aber ich denke die Autorin wollte nicht alles vollständig aufklären und Raum für den Leser lassen. So bleibt es mystisch und sureal.Auch wenn dies nicht jedem gefällt.

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Marshall Trueblood kommentierte am 06. November 2018 um 01:22

Das sehe ich genauso...normalerweise brauche ich eine Lösung, die stimmig ist, aber hier bin ich mit den offenen Enden sehr zufrieden;

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, auch weil es sehr viel Platz für die eigenen Gedanken lässt; vielleicht hat Susanne Röckel aber auch selber keine vollständige Lösung und lässt das Ganze deswegen offen...;-))

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Gittenen kommentierte am 24. Februar 2019 um 20:32

Siehst du Lesesafarie hier ist eine

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 16:40

Die Blogeinträge: Warum hat die eigentlich niemand früher gesucht? Warum kann man Blogeinträge finden, die gar nicht mehr vorhanden sind?--- Weil ich parallel grade Hirschhausens seltsames Sachbuch "Wunder wirken Wunder" lese und gerade bei einem Kapitel mit Pharmaziekonzernen ankam, erinnert es mich halt dadran wie Studien "verfälscht" dargestellt werden, Nebenwirkungen verschwiegen werden, usw. Wenn einer den Skandal aufdeckt, wäre das ja ruf- und wirtschaftsschädigend. 

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Gittenen kommentierte am 24. Februar 2019 um 20:26

Im Internet ist fast nichts endgültig verschwunden, man sagt doch " das Internet vergisst nichts" man muss nur wissen wo und wie man zu suchen hat

Zu den gefälschten Medikamentenergebnissen, witzig das ist auch Thema in " Der Insasse " von Fitzek den ich gerade lese.

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 22:18

Ja-ein. ;) Wir können eben gut recherchieren, Lorenz fand ja nur den Rückzug-Kommi. ;)
Den las ich noch nicht, aber ich las letztens auch 1-2 solche Bücher. Das eine war was mit Straftäter-Klone. Ich sehs grad nicht, es ist im hinteren SgB. ;)

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Estrelas kommentierte am 06. November 2018 um 20:42

Womöglich sind wir auch in den Bann des Vogelgotts geraten und wissen deshalb nicht, wie wir die Informationen deuten sollen.

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wandagreen kommentierte am 07. November 2018 um 18:03

Das ist es!

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Gittenen kommentierte am 09. November 2018 um 12:54

Mir wird schon ganz schwindlig , hoffentlich fange ich nicht gleich an zu schweben.

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wandagreen kommentierte am 09. November 2018 um 13:02

Musst du nicht: die Mauer ist weg!

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schwadronius erwähnte am 11. November 2018 um 17:12

Ich nicht. Sowas endet seeeeeeeeehr suboptimal für kleine Häschen ...

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yvy kommentierte am 12. November 2018 um 11:22

Ohhhh du grausame Natur! :O

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 16:43

Hase!! Was für einen Vogelgott-Albtraum musst du nur haben? Auf der Startseite hat das doch jemand als Profilbild. :D Und es war kein garstiges Ungetier.

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Gittenen kommentierte am 24. Februar 2019 um 20:35

Welches Profilbild meinst du ,ich hab es noch nicht gefunden.

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 22:19

Es ist Adlerauge, die Umfrage mit Verlosung.

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Gittenen kommentierte am 25. Februar 2019 um 14:27

Ahh. Sie hat ja auch einen neues Profilbild mit nem neuen Vogel

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Hermione kommentierte am 13. November 2018 um 16:56

Das kann natürlich auch sein... ;-)

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dj79 kommentierte am 13. November 2018 um 18:00

Oh mein Gott ;) , wie komm ich da bloß wieder raus ...

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Sancro82 kommentierte am 15. November 2018 um 21:04

Ja so kam es mir auch irgendwie vor.

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 16:36

Ich denke, die Vögel haben was mit den Urängsten der Menschen zu tun. Also dann vermutlich vor allem der Kinder, weil die noch an Übersinnliches glauben und es als gegeben akzeptieren, was der erwachsene Verstand ja schon längst als Hirngespenst abgetan hat. So wie das Monster unterm Bett usw. 

Und es gibt ja tatsächlich viele Menschen, die Angst vor Vögeln haben. Als Kind findet man es bestimmt noch komischer, dass etwas fliegen kann und man selbst eben nicht. Da hat man ja keine Ahnung von Schwerkraft, Dichte und co.

Und dann könnte ich mir vorstellen, dass die Kinder alle auf die Schule gingen (aber das ist sicher zu engsichtig) und eben mit der Prometheus-Geschichte von Morton in Kontakt kamen. Da ist ja vorne ein dunkler Vogel drauf (AHHH: auf unserem Buch auch, gut, dass ich es weiterschicke ;D) und der Prometheus-Vogel frisst immer wieder die nachwachsende Leber des Prome. , die auch schon als Sitz der Seele/Anima etc. galt. (Das war immer unsere Lieblingsgeschichte in Latein :D Wir waren da aber auch schon "groß".)

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Gittenen kommentierte am 24. Februar 2019 um 20:39

Sie werden alle vom Vogelgott eingesammelt, das war meine Vorstellung

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 22:40

Aber körperlich sind sie noch anwesend, vllt werden ihre Seelen eingesammelt.
Das erinnert mich jetzt auch an das Pfingstwunder. Da haben die sich doch auch aus Angst eingesperrt, bis die Taube (hl. Geist) kam und alle in Flammen/Zungen sprechen, sprich: beflügelt werden.
Aber um christliche Mystik gehts hier wohl nicht. Hier ist es ja viel ursprünglicher.

Hier im Buch haben die alle Angst, aber vllt ist die total überflüssig. Die Vögel sind lieb und wollen beflügeln.

Ich wollte noch irgendwas von Inbrunst schreiben?

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schwadronius erwähnte am 02. März 2019 um 14:52

Das klingt wie eine EnergyDrink - Kampagne.

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lesesafari kommentierte am 02. März 2019 um 17:34

Sehr richtig. Welch moderner Mythos...

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Gittenen kommentierte am 04. November 2018 um 16:07

Ach ja das Verschwindespiel ,mir ist gerade beim Blättern aufgefallen ,Seite 25 sagt Kondrad etwas was sehr gut dazu passt:Ja, ich würde verschwinden- und mit mir meine Kinder und deren Kinder-, vom Licht vergessenwürden unsere Konturen sich auflösen..."

Und in jedem Kapitel sagen oder erleben  die Kinder etwas ähnliches.

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wandagreen kommentierte am 04. November 2018 um 23:49

Fertig. Seufz. Muss ich um die geistige Gesundheit der Autorin fürchten? Ich warte mal ein paar andere Beiträge noch ab.

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Gittenen kommentierte am 05. November 2018 um 11:16

Es ist eine Autorin mit ausgeprägter Phantasie. Ich kann mich super  darauf ein lassen . 

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 05. November 2018 um 22:42

Mäh. Mir fehlt die Auflösung. Klar, ich mag so Mystisches , und das Buch las sich super, aber am Ende bin ich genauso ahnungslos wie vorher ...

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Gittenen kommentierte am 06. November 2018 um 09:30

" Da steh ich nun,ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor; ..."

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 06. November 2018 um 13:07

Ja, Gittenen, das trifft es auf den Punkt ;)

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schwadronius erwähnte am 11. November 2018 um 17:20

Du armer T(hed)or! :).

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 16:46

Petzi, du willst doch hier auch noch nachlesen ;DDD, "Sie haben etwas gelernt, wenn sie am Ende wissen, dass sie nichts wissen." Am Ende habe ich den Satz verstanden. --- Du musst ahnungslos bleiben, weil du ein Mensch bist. Wir wissen nur, was wir uns einbilden.

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schwadronius ergänzte am 02. März 2019 um 14:53

... und diese Einbildung wird zur Realität - wenn man nicht aufpaßt.

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lesesafari kommentierte am 02. März 2019 um 17:36

O.O passt denn jemand jemals auf?

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 03. März 2019 um 22:43

Tja, WAS genau hat man gelernt, wenn man am Ende genauso unwissend ist wie am Anfang??

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lesesafari kommentierte am 04. März 2019 um 09:52

Warum? Am Anfang glaubten doch alle, dass sie alles wissen. Sie wurden wachgerüttelt. Und am Ende eines Besseren belehrt.

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Hermione kommentierte am 16. November 2018 um 08:20

Wie interpretierst Du denn die Phantasie? Oder wie genau kannst Du Dich darauf einlassen?

Davon würde ich mir gerne eine Scheibe abschneiden...

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FIRIEL kommentierte am 05. November 2018 um 19:25

@Wanda: Die Autorin ist geistig gesund und hat den Durchblick. Wir sind die Ahnungslosen, die die Augen vor der Wirklichkeit verschließen...

;-))

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wandagreen kommentierte am 05. November 2018 um 19:45

*ggg*. Klar. Sonst noch was? ;-)

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dj79 kommentierte am 13. November 2018 um 18:10

Vielleicht passt die psychische Belastung, die alle drei Geschwister mindestens zeitweise empfinden, in die heutige Zeit. Auch wenn viele meinen, dass Burnout, Depressionen und Ähnliches keine richtigen Krankheiten sind, treten sie nach meinem Empfinden immer häufiger auf. Darauf aufmerksam zu machen, ist auf jeden Fall richtig. 

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herrzett kommentierte am 05. November 2018 um 11:21

Hmmm, das war's dann jetzt also. Puh.
Dieser Abschnitt war für mich dann zum Glück wieder etwas spannender.
Auch die Erzählung vom Vater und somit den Bzug zum Prolog mochte ich irgendwie recht gern. 
Ich hab mich dann nur gefragt, ob das Märchen wirklich ein Märchen war, oder ob es so ähnlich nun quasi auch geschehen ist... der Vater war nach dem Greif bzw. der Feder hinterher, die Söhne sind beide auf ihrem Weg, in den Wahn abgedriftet und haben auch sonst alles um sich rum verloren.
Die Tochter, machte sich auch auf die Suche, verlor auch einiges und war kurzzeitig auch im Wahn gefangen, als sie die Bilder zeichnete und alles untersuchte, aber kam irgendwie dann auch wieder davon frei...
Vielleicht rede ich mir das jetzt aber auch so hin. Ich bin mir da noch unschlüssig. 

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 05. November 2018 um 22:44

Hm, diese Deutung der Sage vom Vogel Greif wäre mir so nicht in den Sinn gekommen, hört sich aber schlüssig an.

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yvy kommentierte am 08. November 2018 um 17:57

Deine Deutung gefällt mir, entspricht sie doch in etwa dem Märchen, von dem die Rede war.
(Bin mir gerade nicht sicher, ob ich das Märchen hier im Buch oder bei meiner Google-Suche nach dem Vogel Greif gelesen habe. ----- Ohhhh Gott, jetzt bin ich schon total verwirrt und falle dem Wahnsinn anheim.) :OOOO

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FIRIEL kommentierte am 11. November 2018 um 10:07

Aber so ganz passt das Greif-Märchen auch nicht. Thedor verliert seine geistige Gesundheit. Lorenz hat seine bürgerliche Lebensweise verloren; getrennt von Frau und Söhnen schlägt er sich als Obdachloser durch. Von Dora wissen wir nur, dass sie geschieden ist; wovon sie lebt, erfahren wir nicht. Aber ob sie wieder frei von dem Sog ist? Das glaube ich nicht. Es heißt am Schluss, ihr blondes Haar sei gesträubt - wie das Gefieder eines Vogels? Oder wie die Haare von Wolmuths Maria?

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Gittenen kommentierte am 11. November 2018 um 12:26

Also ist das Leben aller drei das sie kannten und mochten durch den Vogelgott zerstört worden-Rache  geglückt.

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FIRIEL kommentierte am 11. November 2018 um 21:49

@Gittenen: Ja, das Leben aller drei ist zerstört. Anders als im Greif-Märchen lebt das Mädchen nicht glücklich und zufrieden weiter.

Alle drei haben kurzfristig ihre Identität verloren, sind "verschwunden" und im Vogelgott aufgegangen. Thedor ist dabei vermutlich zum Täter geworden, zumindest muss er das befürchten. Dora hat dem Kult durch ihre Kunstwerke gedient - immerhin keine Teilnahme am Kannibalismus. Einzig Lorenz hat aktiv nichts getan, wodurch er einem anderen geschadet hat. Es ist ihm aber auch nicht geglückt, etwas dagegen zu unternehmen. 

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yvy kommentierte am 12. November 2018 um 11:24

Aber auch Dora hat ein Kind "geopfert". Ihr eigenes Ungeborenes, wenn auch vielleicht nicht zum Zwecke des Vogelkultes.

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FIRIEL kommentierte am 12. November 2018 um 19:16

Stimmt.

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 16:55

Wieso denn zerstört und negativ? Vllt ist ja gerade, das Entscheidene, sie haben die rationale, enge, beschränkte Welt, die krank macht, verlassen und leben als Frei-geister. Sie verschmelzen wieder mit dem Ursprünglichen. Sie sind für das Leben und die Welt nichtig. Es zählt nicht, was sie schaffen und tun. Sie kommen von irgendwoher, werden geboren, und kehren wieder zurück ins Irgendwo.

Und "das Mädchen" ist hier Lorenz, der überalle schwebt und dem Federn wachsen. Die letzten Sätze wollte wohl niemand lesen.

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 16:50

Nur der Lorenz wird zu dem Mädchen aus dem Märchen. --- Das erinnert mich dann doch mehr an Poe. Schauriger Abschied...

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Yexxo kommentierte am 05. November 2018 um 21:32

Und nun: Die Aufklärung ;-) Wobei das übertrieben ist, denn noch immer bleibt Vieles im Vagen und Ungewissen. Bereits auf Seite 101 im ersten Teil steht: ‚Selbst der gute Dr. Andrae weiß, dass die bequeme Teilung der Welt in Wirklichkeit und Wahn nicht aufgeht.‘ Das trifft auf alle Geschichten in diesem Buch sehr gut zu, finde ich.

Lorenz scheint seinem Vater viel ähnlicher zu sein als es ihm vermutlich lieb und auch bewusst ist (irgendwo steht das sogar, glaube ich). Er ist der völlig Rationale, der zwar ebenfalls völlig in den Bann gezogen wird von Clara und Dr. Torvyk Allt, aber sich nicht so darin fallen lässt wie Thedor (der plötzlich Teil der Gemeinschaft wird) und Dora, die aus heiterem Himmel zu malen beginnt. Doch auch für ihn ist die Veränderung zu groß, um so weiterzuleben wie bisher. Dass er als Einziger konkrete Nachforschungen anstellt – ob es daran liegt, dass er der Älteste der Geschwister ist?

Faszinierend, wie sich nun alles ineinanderfügt, das hätte ich so nicht erwartet. Mit dieser Erklärung ist es ja beinahe schon eine Verschwörungstheorie um das Erringen der Weltherrschaft und das Mystische nur ein Teil davon.

Wirklich klug ist auch der Aufbau der Geschichten: Vom Einzelnen zum Gesamten. Angefangen mit Theodor, der ganz konkret ein Erlebnis in/mit dieser Gemeinschaft hat. Dann folgt Dora, die den historischen Aspekt darstellt. Und zuguterletzt Lorenz, der die Offenbarung bietet. Stück für Stück öffnet sich der Vorhang ;-)

Interessant ist, dass alle Drei das gleiche Spiel in ihrer Kindheit liebten, spielten und noch immer daran hängen: diese besondere Art von Verstecken. Vermutlich hatten sie schon damals den Verdacht, die Ahnung, dass sie beobachtet wurden. Was ja auch der Fall war, sonst wären sie den diversen Erscheinungen Victors wohl kaum namentlich bekannt gewesen.

Ein richtig klasse Buch, das jede Menge Rätsel aufgibt und zumindest bei mir ein etwas merkwürdiges Gefühl hinterlässt.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 189 bis Ende
wandagreen kommentierte am 06. November 2018 um 08:47

@Yexxo: Dass die Komposition des Buches gelungen ist, da bin ich ganz bei dir.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 189 bis Ende
yvy kommentierte am 08. November 2018 um 18:01

Dito. Die Komposition ist gut aber ich finde trotzdem, dass es Röckel nicht ganz gelungen ist, am Ende alle Fäden richtig zusammenzuführen. Sie überlässt es dem Leser, individuell zu interpretieren. Per se nicht schlecht aber mir fehlt noch immer der Sinn hinter dem Ganzen. Das Nachdenken, Deuten, Interpretieren ist ja schön und gut aber ich möchte halt gern auch wissen, wofür und warum ich das Buch nun gelesen habe.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 189 bis Ende
wandagreen kommentierte am 08. November 2018 um 18:11

Lirumlarumlöffelstil, wer viel weiß, vergisst auch viel.

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yvy kommentierte am 08. November 2018 um 18:35

Den Eindruck habe ich auch allerdings. So viel Wissen und am Ende der Lektüre ist der Kopf leer.

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 17:04

Mission gelungen! Die Röckel wollte eine Missionarin werden... aber ihre LeserInnen können das Interpretieren und die Sinnsuche nicht sein lassen. 

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dj79 kommentierte am 13. November 2018 um 18:20

Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich verstanden habe, was die Autorin dem Leser mitteilen wollte. Letztlich ist mir das bei diesem Buch aber auch nicht ganz so wichtig. Susanne Röckel hat bei mir so viele Rezeptoren geöffnet und mich stark beeindruckt. Der Vogelgott wirkt nach, meine Gedanken kreisen um das Buch und alles, was für mich zwischen den Zeilen stand.

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Gittenen kommentierte am 13. November 2018 um 19:22

Ja bei mir wirkt der Vogelgott auch noch nach obwohl ich das Buch schon fast eine Woche beendet habe.Und ich habe heute beim Tee einer Freundin ganz begeistert davon erzählt, was das Buch mit dieser Leserunde gemacht hat. Wie das Buch zum diskutieren angeregt hat, was wir alles rausgefunden haben ( und was nicht)

 

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dj79 kommentierte am 13. November 2018 um 20:44

Ja, diese Leserunde ist toll, ganz viel produktive Diskussion, Erkenntnisse, die ich ohne den Austausch wohl nicht ganz so hinbekommen hätte. Meine Entscheidung mein gekauftes Buch hier mit Euch zu lesen, war genau richtig. Manchmal ist es auch gut, wenn ein Buch zunächst erst mal auf dem SuB parkt ;))

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Gittenen kommentierte am 06. November 2018 um 09:50

Ich glaube das Verschwinden ist in diesem Buch sehr zentral. Das sich Auflösen und Aufheben der Grenze zum Irreralen.

Es geht glaube ich auch um das verstehen  wollen des Rätselhaften und die Suche nach höherem.

In der Klinik:" ...ein Medikament..das die Unvollkommenheit unseres Gehirns überwinden und dazu führe,dass endlich das ganze Potential des Individuums ausgeschöpft werden könne "

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wandagreen kommentierte am 06. November 2018 um 10:02

Erstens. geht es nicht und zweitens: bekommt es auch nicht. (Zum Zitat).

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Gittenen kommentierte am 06. November 2018 um 11:05

Aber die Suche ist da. Was meinst du mit bekommt es auch nicht. Meinst du der Arzt bekommt es nicht?

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wandagreen kommentierte am 06. November 2018 um 14:46

Ich meine damit: so ein Medikament würde einem nicht bekommen. Denn wer bewusstseinserweiternde Medikamente, sprich Drogen, bisher genommen hat, von diesen Menschen habe ich nie Gutes gehört, oft sterben sie früh, landen in der Klapse wie Theo und sind auch sonst nicht mehr gesellschaftstauglich.

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Gittenen kommentierte am 06. November 2018 um 16:26

Ja stimmt, manche Drogen machen zwar nicht süchtig können aber Schizophrenie auslösen.

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dj79 kommentierte am 13. November 2018 um 19:19

Ich glaube, ein Medikament, das es dem Patienten gestattet, einen deutlich höheren prozentualen Anteil seines Gehirns zu nutzen, ist überhaupt nicht gut. Der Mensch wäre zu Erkenntnissen fähig, die er vielleicht emotional gar nicht verkraften könnte. Ich vermute ähnlich negative Auswirkungen wie bei Menschen, die nicht altern können. Matt Haig hat dieses Szenario aus meiner Sicht sehr schön in „Wie man die Zeit anhält“ skizziert: https://wasliestdu.de/rezension/der-fluch-besonders-zu-sein.

Auch wenn man sich manchmal wünscht, etwas Übernatürliches zu können, ist es vielleicht besser, mit dem Ergebnis der Evolution zufrieden zu sein.

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 17:08

Dann gibt es noch die, die hochintelligent sind, davon wieder runterkommen, und erfolgreicher als je zuvor sind.

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Gittenen kommentierte am 24. Februar 2019 um 20:44

Die eine andere Bewußtseinebene erreicht haben. Das Risiko ( bis vielleicht auf ein einmaliges Experiment) wäre mir aber zu hoch.

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 22:43

Nee, das meinte ich jetzt nicht mal. Nur, dass sie eben gut wieder aus der Sache wieder rausgefunden haben, ohne Schaden genommen zu haben.
Ich fänd es auch gruselig.

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wandagreen kommentierte am 09. November 2018 um 13:00

@Gittenen: ja, du hast recht. Man hätte in dem Roman noch mehr nach den wiederkehrenden Motiven suchen müssen. Sie waren womöglich eher Thema. Das habe ich in meiner Rezension/Interpretation übersehen. Na ja gut, das nächste Mal. Verschwinden, sich auflösen - gut beobachtet!

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Gittenen kommentierte am 10. November 2018 um 11:48

Das hat mir besonders gefallen an dem Buch, ich kam mir fast wie ein Dedektiv oder Profiler vor, der alles aufdröselt. aber Krimis im normalen Sinn mag ich immer noch nicht.

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wandagreen kommentierte am 10. November 2018 um 12:16

Sie sind von den Charakteren her oft zu platt und die Töter zu brutal.

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Gittenen kommentierte am 11. November 2018 um 12:29

und irgendwie langweilig.

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Hermione kommentierte am 13. November 2018 um 16:22

Ja, das ist ein guter Punkt. Die wiederkehrenden Motive sind mystisch, aber auch künstlerisch und auch in Personen begründet. (Wenn auch die eine Person ihren Namen immer ändert per Akronym...)

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schwadronius erwähnte am 11. November 2018 um 17:01

Das Versteckspiel heißt "Verschwinden". Das Wort ist wichtig. Warum es so und nicht nur "Verstecken" heißt. :).

Ergänzung: Gittenen hat's hier bereits erwähnt. (Ich aber schon im vorherigen Abschnitt. :D.)

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Gittenen kommentierte am 11. November 2018 um 20:23

die Motive müssen sich halt wiederholen, meinte Wanda schon  : )

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 17:01

Nee, die Eltern sind ja schon völlig in dem, was die Natur hergibt oder die Kunst aufgegangen. Lorenz versteht, was dies den Eltern bedeutet. Direkt, wenn sein Part beginnt, ist er derjenige, der schon immer sensibel für das Spirituelle, Sinnliche, Göttliche war, der den tieferen Sinn hinter den Dingen gesucht hat, es ist ihm aber wie den anderen Geschwistern nie richtig gelungen, er schwankt hin und her, ist mal in der einen, mal in der anderen Welt. Aber am Ende wird er transzendenter und schwebt über allem. Und er stand immer im Konflikt mit dem Rationalen.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 05. November 2018 um 22:36

Im dritten Teil erfährt man nun die Geschichte des ältesten Bruders, Lorenz. Und seine Geschichte verwebt sich nun mit jenen seiner Geschwister.

Ganz schlau bin ich jedoch nicht geworden. Ist dieser Vogelgott nun eine Art relilgiöser Kult, oder etwas Übernatürliches? Vor wem genau müssen sich die Geschwister verstecken (wie in ihrem Spiel), denn es kam bei mir so an, als wären sie sogar ein Teil davon.
Sehr gruselig war Lorenz' Traum (?), in dem er die Kinder im Klinikum an Schläuche angeschlossen sah.

Auf jeden Fall wird aufgeklärt, dass Thedor in Afrika war, und nicht wie manche dachten, in Südamerika.

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wandagreen kommentierte am 05. November 2018 um 22:53

Aber sonst nichts. Jeder kann sich seinen Teil denken. Das ist mir definitiv zu wenig.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 05. November 2018 um 22:57

Ja, so ganz zufrieden bin ich auch nicht. Ich bin halt bei meinem Steak-Genre gewöhnt, dass es eine eindeutige Aufklärung gibt *grins*

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wandagreen kommentierte am 06. November 2018 um 00:12

Ich hätte dir noch ein stärkeres Buch gewünscht bei deinem Ausflug. Wie bist du auf "Der Vogelgott" gekommen?

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 06. November 2018 um 08:59

Das war eines der wenigen Bücher von der Shortlist, bei denen mich der Inhalt angsprochen hat. Dieses Mystische... hat schon was.  Und ja, da muss man ja eigentlich mit einem offenen Ende rechnen. Ich bins halt nur nicht gewöhnt, viell tue ich mir deshalb (noch) etwas schwer damit. Aber ich muss meine Gedanken ja auch erstmal richtig sacken lassen.

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wandagreen kommentierte am 06. November 2018 um 09:10

Und wie beurteilst du deinen Ausflug in die Sphären der höheren Literatur? Eine Einmalfliege. Oder eine Reise, die du noch einmal antreten wirst?

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 06. November 2018 um 09:25

Ich werde bestimmt wieder mal etwas 'Anspruchsvolles' lesen, aber dann vielleicht nichts Mythisches mehr, sondern eher was 'Handfestes' ;)

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Rotschopf kommentierte am 07. November 2018 um 17:58

Ich hatte auch irgendwie gehofft, dass die verwirrend-verworrenen Aspekte zu einer schlüssigen Handlung zusammengeführt werden würden, ein sich schließender Kreis oder so. Aber nichts da - jedenfalls nicht, dass ich es erkennen würde. Darüber kann mich die Sprache dann auch nicht mehr hinwegtrösten.

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schwadronius erwähnte am 11. November 2018 um 16:52

Theodor war nicht in Afrika. Es wird nur angenommen. Er ist verrückt, sein Wahn.

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schwadronius korrigierte am 11. November 2018 um 17:17

Thedor.

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 17:19

Vllt, vllt. aber auch nicht. Das wird ja nicht entschlüsselt. Nur Menschen ordnen ihm wieder einen Wahn zu, sie glauben ja nicht an ihn. Überhaupt, Menschen glauben ja gar nichts, nicht mal an das "Nichts". Nur was man sehen, anfassen und beweisen kann. So fantasielos. 

Ein Teil der Geschehnisse waren auf jeden Fall in Afrika, das Kinderheim, dieser Chief Ali, usw.

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Gittenen kommentierte am 24. Februar 2019 um 20:58

Ich möchte es Thedor auch nicht absprechen was er in welchem fremden Land ( und Kultur ) auch immer erlebt hat. Ich wäre eher enttäuscht von dem Roman wenn es nur eingebildet gewesen wäre.So mag ich es mehr, so ist es besonders

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 22:58

Finde ich auch. Dann wirkt es vielschichtiger. Der Lebemann muss erstmal ganz raus aus seiner sicheren Kultur und macht seine Entdeckung bei einem Kulturschock.
Wenn er tatsächlich Miranda, die Tochter von Morton gegessen hat...?!? Aber dann steht da ja Morton ist jung, so alt wie Lorenz, na gut, der hat auch erwachsene Kinder. Ich würde behaupten, Miranda hätte noch nicht erwachsen sein können.

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schwadronius erwähnte am 03. März 2019 um 16:11

"Nihil fit sine causa!" Ich bin ja Naturwissenschaftler. Einiges - das nicht in bestehende Gesetzmäßigkeiten gepackt werden kann - versteht der Mensch eben nicht, aber vieles - in der Tat - ist einfach dem Hirn entsprungen, weil ein paar Neuronen beziehungsweise die elektrischen entladenen Reize auf Teile im Hirn knallten, die dort nichts zu suchen hatten. ;).

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lesesafari kommentierte am 03. März 2019 um 17:13

Vielleicht sind das ja nur unbekannte Gesetzmäßigkeiten??

Und wer an den Franzl glaubt, kann der ein treuer Naturwissenschaftler sein? *ähmm* Und vllt haben die Teile da doch was zu suchen gemachtt? Wieso denn nicht? Gibt es dafür auch Nicht-Gesetzesmäßigkeiten?

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schwadronius erwähnte am 03. März 2019 um 17:28

Zum ersten Teil. Steckt ja indirekt bei meiner Aussage drin.

Laß den Franzl aus dem Spiel! :D.

Nein, eigentlich nicht. Eine Laune der Natur. So kommt es häufig vor - wie bei den Träumen - , daß gelesene / gehörte / zugetragene Dinge zwar verarbeitet, aber nicht formal "real" zugeordnet werden.

Ziemlich häufig berichten meine Psychos, was ihnen des Nächtens zustieß, das niemals stattfand, weil ich sie "überwachte". Sie haben zuviele Botenstoffe (allgemein Disparität) in Teilen ihres Hirns und so entstehen Bilder / Szenen undsoweiter, die nicht real passierten.

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 03. März 2019 um 22:48

Sie haben zuviele Botenstoffe (allgemein Disparität) in Teilen ihres Hirns und so entstehen Bilder / Szenen undsoweiter, die nicht real passierten.

Wahrscheinlich basiert alles, was in diesem Buch geschah, auf diesen Botenstoffen... ;)

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lesesafari kommentierte am 04. März 2019 um 10:01

Ja, sicher! Der Stoff aus dem die Träume sind. Die Ösis kennen sich doch damit aus. Dann alle Träume niederschreiben und Sigmund analysiert und erzählt dir, welche Probleme du wirklich hast. Am Ende schreibt er Fallstudien über dich. :)
Machen wir eine Leserunde zu "Ida"?

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lesesafari kommentierte am 04. März 2019 um 09:58

Die Psychos sind ja jetzt nochmal spezifisch. Jeder träumt.
Und die Träume haben ja den Grund, die erlebten Dinge zu verarbeiten, um z. B. nicht überinformiert zu sein.
Und eigentlich weiß man beim Aufwachen, dass die Träume nicht real sind.
Wir können noch eine Leserunde zu den gesammelten Werken Jungs machen... Der unterscheidet doch alles so fabelhaft.

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schwadronius erwähnte am 04. März 2019 um 13:42

Wir könnten auch Psychologie und Literaturwissenschaften studieren ... :p.

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lesesafari kommentierte am 04. März 2019 um 19:09

ja, in bonn!! ;D ob es da psychologie immernoch als nebenfach gibt? der nc war nicht so hoch.

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schwadronius meinte am 08. März 2019 um 10:50

Nein, bitte in Schwaben - Württemberg. Oder Bayern. :). Heidelberg finde ich super!

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lesesafari kommentierte am 08. März 2019 um 20:28

ja, wenn die da so ne kombi anbieten und dich nehmen.

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schwadronius fragte am 09. März 2019 um 18:51

Samma, warum sollten sie mich nicht nehmen?

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Rotschopf kommentierte am 07. November 2018 um 12:24

Die Perspektive von Lorenz im dritten Teil gefällt mir gut und auch, dass er ziemlich schnell auf den Vogelgott-Mythos stößt. Ich mag die Journalisten-Perspektive deutlich mehr als die der Künstlerin Dora und außerdem, dass die beiden bzw. alle drei Geschwister so unterschiedlich sind.

Bei den Passagen zu dem Medikament, das die Unvollkommenheit des menschlichen Gehirns überwindet ist mir der Zusammenhang zum Vogelgott-Zeugs nicht so richtig klar. Kann jemand Licht ins Dunkel bringen oder gibt es keines?

Zum Buch insgesamt muss ich mir noch eine Meinung bilden.

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Gittenen kommentierte am 07. November 2018 um 18:53

Das journalistische gefällt mir auch gut , aber Lorenz war mir am unsympathischsten von den Geschwistern.

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wandagreen kommentierte am 07. November 2018 um 19:16

Mir der unnütze Theodor. Ein Blutsauger. (Haha, im wahrsten Sinne des Wortes).

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yvy kommentierte am 08. November 2018 um 18:05

The(o)dor fehlt so offensichtlich das "O" im Namen wie ihm Rückgrat und Perspektive fehlt. Er ist ein Träumer, dem es an Antrieb fehlt.

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dj79 kommentierte am 13. November 2018 um 19:24

Thedor wird unter den drei Geschwistern als der Träumer ausgemacht. Ich empfinde aber auch Lorenz als Träumer. Er verschmäht kleinere Aufträge, hofft stets auf die ganz große Story. Immer mehr gerät er dadurch ins Abseits.

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yvy kommentierte am 08. November 2018 um 18:07

Ich konnte mit allen 3 Geschwistern nicht wirklich viel anfangen aber gut, das muss ja auch nicht zwingend. ;)

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schwadronius erwähnte am 11. November 2018 um 16:21

Also ich möchte die drei Geschwister gerne therapieren. ;).

Mich würde interessieren, ob Konrad seinen Kinderlein die Pillen "die die Unvollkommenheit des menschlichen Gehirns überwindet" gab?!

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FIRIEL kommentierte am 11. November 2018 um 21:37

Wohl nicht. Die werden ja gerade erst entwickelt.

Aber wenn dir so etwas gefällt, lies mal Curt Goetz, Dr. med. Hiob Prätorius. Der ist auf der Suche nach der Mikrobe, die die menschliche Dummheit verursacht.

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schwadronius erwähnte am 11. November 2018 um 22:17

Vorher wurde doch schon geforscht und entwickelt, Firi. Wozu sonst die ganzen Kinder im Hospital. Und selbst Henry sagte mehrmals, daß "es" bald käme. Was, wenn es es schon längst gäbe?! ...

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 17:16

Das wird es niemals nie mehr geben. Früher brauchte man das gar nicht. Der Mensch konnte doch sein Gehirn rundherum nutzen. Er baute sich einen Kult, dazu ein paar Gebäude, er baute sich Werkzeug zum Jagen, später Maschinen, usw. und sofort... Er ist am Ende angekommen. - Und wenn mal der Strom für immer ausfällt, alle Gebäude einstürzen...? Vermutlich verschwindet der Mensch vorher.

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schwadronius fragte am 11. November 2018 um 22:19

Gefallen? Es ist mein Beruf ... :D.

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FIRIEL kommentierte am 12. November 2018 um 19:23

Was genau ist dein Beruf? Die Mikrobe der menschlichen Dummheit zu suchen? Forscher? Frauenarzt wie Prätorius? Psychotherapeut?

Und: Ich habe die Vorstellung, dass der Prolog mindestens zwanzig Jahre vor den weiteren Ereignissen  spielt. Aber tatsächlich wird das nirgendwo geschrieben, ich weiß nicht, woher diese Einbildung stammt. Die "Kinder" sind jedenfalls erwachsen. Selbst der Jüngste, Thedor, ist schon über dreißig. Da müsste der Vater ihnen die Pillen tatsächlich schon etwa zwanzig Jahre früher verabreicht haben. 

Die Alpträume der vielen Kinder scheinen jedenfalls in diesem Ausmaß etwas Neueres zu sein. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass die Pillen schon zur Kinderzeit der Geschwister entwickelt waren.

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 17:22

Ich hatte da eben auch schon voll Angst, der Michi kommt dem Häschen auf die Schliche?? Und wird das ganze einfach gestrichen. Und es kommt doch zu keiner neuen Erkenntnis...

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Gittenen kommentierte am 24. Februar 2019 um 21:06

? ? ?

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 23:00

Der Blog war von Michi. Und Häschen hat ja immer seine mysteriösen Psychos.

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Gittenen kommentierte am 13. November 2018 um 19:26

Ich glaube das ist gar nicht nötig. :  )

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yvy kommentierte am 08. November 2018 um 18:33

Ich bin heute morgen fertig geworden und weiß noch nicht genau, was ich von dem Ganzen halten soll. Einerseits nervt mich das ewig angedeutete Wischiwaschi, andererseits gefiel mir die Sprache und ich mag es, wenn Autoren den Leser nicht in feste Denkmuster drücken wollen.

Die ganze Story hat mich verwirrt und ich muss erstmal für mich "Logik" reinbekommen, um das Buch rezensieren zu können. Dann kommentiere ich auch noch ein wenig hier.

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Rotschopf kommentierte am 09. November 2018 um 18:32

Das mit dem "Wischiwaschi" ist auch mein Problem mit dem Buch - über Andeutungen und verschiedene Möglichkeiten, die man sich größtenteils selbst denken muss, geht der Plot für mich nicht hinaus. Mir ist es auch nicht gelungen, der Handlung "Logik" abzuringen. Wenn der Roman nur nicht so fantastisch geschrieben wäre ;)

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 09. November 2018 um 21:48

Der Roman soll ja auch nicht 'logisch' sein, das ist eindeutig bei mir rübergekommen. Den Sinn seh ich auch nicht so ganz, aber es war soo schön zu lesen ;)

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wandagreen kommentierte am 09. November 2018 um 22:10

haha.

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Gittenen kommentierte am 11. November 2018 um 12:35

Gute und schöne Literatur kann/ darf man auch ohne sie zu verstehen genießen.Jeder Leser nimmt das aus dem Buch mit was ihn anspricht .

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schwadronius erwähnte am 11. November 2018 um 16:09

Er ist aber logisch!

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 12. November 2018 um 10:09

Für dich vielleicht, weil du in der Branche (oder so ähnlich) tätig bist!

Für mich ist das alles verworrenes Zeug, und ich kenn mich mit Geisteskrankheiten auch nicht aus (sollte es wirklich darauf hinauslaufen - denn das kommt ja nicht wirklich deutlich rüber)

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yvy kommentierte am 12. November 2018 um 11:28

"Logisch" sollte er schon sein - zumindest für MICH. Sonst kann ich auch einfach aneinandergereihten Blindtext lesen. ;P

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Hilou kommentierte am 09. November 2018 um 11:36

Ich gebe ehrlich zu, ich bin kein Freund von offenen Enden. Ich brauche etwas, dass ich greifen kann. Einen sauberen befriedigenden Abschluss...

Das Buch ist gut, keine Frage... Trotz Umherschweifungen und mangelnder Dialoge wird es nicht langweilig und zieht einen in seinen Bann. Aaaber: Es bleiben am Ende zu viele Fragen, die nicht im Ansatz beantwortet worden sind. Wie soll man sowas rezensieren und dem inhaltlich gerecht werden, ohne zu Spoilern? Ich denke, ich brauche etwas Zeit, um die Geschichte zu verdauen und bewerten zu können. Ich bin momentan etwas wirr im Kopf. :D

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wandagreen kommentierte am 09. November 2018 um 12:57

Vllt arbeitet die Autorin eng mit einem Psychiater zusammen, dem sie uns als schlimme Vogelwahnfälle zuschieben möchte?!

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 09. November 2018 um 17:06

Oh doch, das geht ohne zu spoilern. Denn es 'passiert' ja jetzt nichts, so gesehen ;) Aber stimmt schon, es fiel mir auch schwer, die Rezi zu schreiben...

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schwadronius erwähnte am 11. November 2018 um 16:08

Kein Abschluß?

Die Kinderlein sind verrückt und hocken beim Jüngsten in der Psychiatrie. Und spielen weiterhin "Verschwinden". Abschluß genug.

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Hilou kommentierte am 12. November 2018 um 00:11

Hahaha, ja super.

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 17:29

So sehe ich das auch. Ist doch ein eindeutiges Ende. Von Realitätsbessenheit zur Transzendenten-Daseinsform. Das Leben eben. Nur hier brauchen die Geschwister gar nicht sterben, um transzendent zu werden. Sie glauben einfach dran. (Früher konnten die Menschen sich noch einer Konfession zuordnen und sie ausleben, ohne dafür ins Sanatorium, Psychiatrie etc. zu kommen. Heute stehen die "Gotteshäuser" leer. Wer will schon in die Psychiatrie? Oder von der Gesellschaft ausgeschlossen werden? Dazu passt auch wieder diese aktuelle Angst vor Menschen, die noch an was glauben (dürfen), z. B. Islamophobie, Antisemitismus...)

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Gittenen kommentierte am 24. Februar 2019 um 21:16

Ja, man traut sich kaum noch was zu glauben, ohne als Sonderling zu gelten. Ich glaube da machen wir uns gerade unsympathisch bei Leute die noch glauben können. Wir geben auch gleichzeitig ein Teil unserer Kultur auf mit all seinen Ritualen und beizulegen Traditionen.

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 23:03

Ja. Und wir sind selbst Schuld. Ich konnte auch noch nie feststellen, das anders Gläubige Probleme mit den christlichen Sitten hatten. -Das mag ja dran liegen, wo man wohnt. Aber ich glaube, die haben einfach mehr Verständnis für solche traditionellen Sachen.

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Hermione kommentierte am 10. November 2018 um 20:31

Also so ganz schlau bin ich aus dem Buch nicht geworden.

Es war ja schon absehbar, dass der dritte Teil aus Sicht des ältesten Bruders Lorenz erzählt wird, was auch der Fall war.

Und wieder die Bezüge zu dem Vogel, die Alpträume der Kinder, der merkwürdige Doktor mit Verwesungsgeruch...

Ich glaube, ich muss das Ganze noch etwas sacken lassen.

 

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FIRIEL kommentierte am 10. November 2018 um 22:06

Einige Zusammenhänge haben sich geklärt, aber es bleibt sehr viel offen.

Verwundert war ich, dass Lorenz so von Clara angezogen wird. Sie wird auch "vogelähnlich" beschrieben - und das ist das erste weibliche Vogelwesen, bisher war immer nur von einem Männerbündnis die Rede. Wie bringe ich das nun zusammen?

Morton taucht in allen drei Teilen auf: Er hat die Organisation STW gegründet, mit der Thedor nach Afrika gelangt; er ist der neue Sponsor in dem Wolmuth-Museum, in dem Dora die verschollene Zeichnung zu sehen bekommt; er ist Direktor der pharmazeutischen Forschung, die Lorenz entdeckt. Aber er wird anscheinend vom Klinikchef "beherrscht"; er steht unter dem Einfluss von Allt/Tally/Lalyt/Littal (und wie ich erst jetzt merke, ist das auch ein ungefähres Anagramm von Chief Aly). Morton hatte eine Tochter, die er zu Pflegeeltern nach Amerika weggegeben hat; das ist wohl Miranda aus dem ersten Teil, die ihren Vater nicht kennt, aber sich aus ihrer frühen Kindheit an Masken erinnert. Ich denke, er hat sie fortgegeben, damit er sie nicht opfern muss, er wollte sie schützen - gelungen ist es ihm nicht.

Es gibt keinerlei Erklärung dafür, wieso der vogelähnliche stinkende Herr mit der Namensvielfalt alle drei Geschwister kennt und alles über sie weiß.

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schwadronius meinte am 11. November 2018 um 16:02

Es gibt keinerlei Erklärung dafür, wieso der vogelähnliche stinkende Herr mit der Namensvielfalt alle drei Geschwister kennt und alles über sie weiß.

Wahrscheinlich durch Konrad.

mit der Thedor nach Afrika gelangt

Ob Theo dort war, ist nicht eindeutig. Aber immerhin Afrika und nicht Südamerika. ;).

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FIRIEL kommentierte am 11. November 2018 um 21:52

Wieso soll er die Geschwister durch Konrad kennen? Der Prolog findet doch viel früher statt. Da weiß Konrad noch gar nicht, wie sich seine Kinder entwickeln werden.

Also werden sie entweder die ganze Zeit aus der Ferne beobachtet (das können Vögel ja gut), oder aber so ein Vogelgott ist allwissend.

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schwadronius antwortete am 11. November 2018 um 22:23

Wenn Konrad Henry kennt, kennt Henry auch Konrads Kinder. "Er" begleitet ihn ja - irgendwie.

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yvy kommentierte am 12. November 2018 um 11:30

Die Morton Parallele ist mir auch aufgefallen (vor allem der Bezug zu Miriam). Aber du hast das hier sehr schön zusammengefasst. Danke.

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 17:37

Jeder Mensch opfert doch sein Kind an die Realität ab. Das ist gar nicht zu vermeiden. Irgendwann glaubt keiner mehr an den Weihnachtsmann, die Fantasie reicht nicht mehr aus. 

Na, der (Vogel)Gott sieht doch alles und kennt jeden.

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schwadronius fragte am 02. März 2019 um 14:40

Den Weihnachtsmann gibt es gar nicht?! ... :(.

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schwadronius kommentierte am 11. November 2018 um 16:24

Le rapace est mort, est mort. Il ne dira plus coccodi coccoda ... n'est-ce pas?

Diesmal Lorenz. Die drei kleinen Weydes haben wirklich einen ordentlichen Schlag in ihrer Kindheit abbekommen.

Anmerkung: Henry Morton vereint alle Heinriche der Merck'schen Familie, von denen einige auf Expeditionen gingen und Forschungen von Krankheiten indigener Völker betrieben. Jedenfalls schwebte mir das im Kopf rum, weil Susanne aus Darmstadt ist. Kleiner Seitenhieb vielleicht?! :D.

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FIRIEL kommentierte am 11. November 2018 um 21:39

Hups, ein interessanter Hinweis! Darauf wäre ich nie gekommen.

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wandagreen kommentierte am 11. November 2018 um 21:44

Sprich klartext Hase: Du meinst Morton ist der Verrückte, in dem die 3 Kinder "wohnen?" Oder was meinst du sonst? Die Wahnantwort (in welcher Form auch immer) ist mir auch am nächsten. Aber es passt nicht alles zusammen.

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schwadronius erwähnte am 11. November 2018 um 22:33

Die Kinder projizieren. Ihrer Kindheit wegen. Traumabewältigung. Konrad ist ihr "Vogelgott". Da verschwimmt alles. Vor allem bei gravierenden Veränderungen in ihrem Leben.

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wandagreen kommentierte am 12. November 2018 um 10:51

Ach, Konrad ist der Vogelgott! Das erscheint einigermassen logisch!! Und was ist mit Konrad selber?

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Petzi_Super_Maus kommentierte am 12. November 2018 um 22:15

Anfangs war Konrad (noch) nicht der Vogelgott...

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wandagreen kommentierte am 12. November 2018 um 10:53

Vermutlich bist du der einzige, der diesem Roman gewachsen ist, hihi.

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yvy kommentierte am 12. November 2018 um 11:32

Das denke ich auch, wenn ich hier die Kommentare so lese. Vielleicht muss man das Buch mehrmals lesen, um es zu deuten.

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Gittenen kommentierte am 12. November 2018 um 13:55

Konrad hat sich im am Ende des Prolog kurzeitig mit dem Vogelgott verschmolzen und praktisch aus seinen Augen raus geschaut.

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FIRIEL kommentierte am 12. November 2018 um 19:27

Genau. Das ist doch allen Beteiligten so gegangen, dass sie für kurze Zeit ihre eigene Identität verloren haben und in dem Vogelgott "aufgegangen" sind. Sie sind verschwunden - aber leider nicht auf die gewünschte Art.

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Rotschopf kommentierte am 12. November 2018 um 19:41

Ja, außer den Geschwistern betraf das ja auch Morton bei der Rede von Lalyt - Dora hat das gemerkt, und trotzdem ist es ihr selbst ebenso ergangen.

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Hermione kommentierte am 13. November 2018 um 16:27

Meint ihr, das hängt auch mit den Opfern zusammen? Oder ist das eine Wirkung von Drogen? Oder ein Traum???

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yvy kommentierte am 14. November 2018 um 10:51

Vielleicht ist es eher eine Besessenheit.

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Samantha Roke kommentierte am 11. November 2018 um 21:26

Zuerst erschien mir dieser dritte Teil beinahe trist, verglichen mit Teil 1 und 2. Dann hat Lorenzo diese Klinik gefunden, was mich zu der Hoffnung verleitete, seine Geschichte ginge in eine ähnliche Richtung, wie die Geschichten seiner Geschwister. Doch das Ende fand ich ziemlich verwirrend und deshalb auch unbefriedigend, da mir die Auflösung zu verworren und unverständlich ist. Schön ist jedoch, dass die drei Geschwister am Ende wenigstens zueinander finden nd sich verstehen.

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Hermione kommentierte am 13. November 2018 um 16:52

Ich glaube, das geht wirklich vielen hier so, dass wir das Ende verwirrend und dadurch unbefriedigend finden.

Das beruhigt mich auch ein bisschen, denn anscheinend bin ich nicht die einzige, die Fragezeichen in den Augen hat...

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FIRIEL kommentierte am 13. November 2018 um 19:01

Sei froh, dass du (noch) keine schwarzen, glänzenden Knopfaugen hast....

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dj79 kommentierte am 13. November 2018 um 20:35

Im dritten Teil wird nun erwartungsgemäß Lorenz‘ Sicht auf die Geschehnisse behandelt. Was der Vogelgott nun tatsächlich ist, ist mir trotzdem nicht so ganz klar geworden, für mich am ehesten eine Wahnvorstellung oder eine Erinnerungssequenz, der alle drei Geschwister erliegen. Angetriggert wird diese immer dann, wenn der Geruch von Aas, wie im Präparationsraum des Vaters, auftaucht. Vielleicht  empfanden sie die Präparate in ihrer Kindheit dermaßen Angst einflößend, dass sie letztlich eine Phobie vor dem Geruch sowie vor großen Vögeln entwickelt haben.

Lorenz‘ Sicht bringt nun etwas mehr Licht ins Dunkel. Wo ich anfangs eine Sekte oder Ähnliches vermutet hatte, wurde mein Fokus nun mehr in Richtung Wahn gelenkt. Parallelen zwischen den Dreien waren nun deutlicher erkennbar. So wie sich Lorenz beklagt, beim Vater zu kurz gekommen zu sein, finde ich seinen Part etwas zu wenig ausstaffiert. Bei ihm hätte ich mir noch ein intensiveres Beispiel gewünscht, ähnlich Dora, als sie wie verrückt malt. Sein Abschnitt verbindet die davor zu einem Ganzen, weshalb er wieder etwas ins Hintertreffen gerät.

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yvy kommentierte am 14. November 2018 um 10:49

Das mit dem triggernden Aasgeruch ist interessant. In die Richtung habe ich noch gar nicht gedacht.

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lesesafari kommentierte am 24. Februar 2019 um 20:03

Der kalte, starre, rationale Lorenz hat mich direkt total überrascht. Offenbar ist er der Einzige, der die Leidenschaft und den Glauben der Eltern verstand oder zumindest sensibel für das Überirdische ist. Seine Liebe zu Marta ist für ihn das Magische, sowie die Geburt seiner Kinder. Doch nach all den Jahren verliert die Beziehung ihren Zauber. 

Im Urlaub sehnt er sich nach Clara (wer ETA kennt, weiß, Clara ist immer die klar sehende, liebevolle, kluge... ) und Clara hat wieder so etwas vogelartiges und hat angeblich magische Fähigkeiten. Sie hat den Teufel gesehen, er war bei Lorenz. Nachts wird er von einem Hackgeräusch am Fenster geweckt und ihm ist so, als sei er in eine "urzeitlcihe Landschaft" versetzt worden. die von Menschen noch unberührt, eigene Macht ausübt. Dort gibt es Wesen, die nach anderen Gesetzen leben als der Mensch und anderes für wirklich halten, und auf geheimnisvolle Weise rufen und locken.- Und dann erscheint auch ihm ein Vogel, der schon lange nicht mehr gesehen worden ist. (196.197) Dies ist Lorenz Vision, Ent-rückung. Ja, auch er schafft es. Und ihm bleibt die Offenbarung: r hat einen neuen Blick auf seine Arbeit (200), er erkennt die große Ermattung der geschäftigen Menschen auf der Straße, die ihren Blick nicht auf etwas anderes richten wollen, weil sie Angst haben, dass sie etwas Beunruhigendes entdecken könnten. Was sollte das sein?

Und dann kommt die Geschichte mit dem Autounfall, dem Jungen der auch mal wieder perfekte düstere Vögel malt, Träume von diesen hat, Angst, (bis 204), es wirkt als hätte er eine Todesahnung gehabt. Der schwarze Vogel, Krähe, gilt ja auch n der Mythologie als Botschafter einer Todesnachricht. 

Wieder taucht Herr V. - Anagramm auf, Lorenz kommt ihm sehr weit auf die SPur, mehr als seine Geschwister. Erst entdeckte er , dass Angstzustände bei Kindern zunehmen (207), sie sind auch empfänglicher für Märchen, Wunder, Aberglaube... Dann gibt es die Morton-Klinik (211), dort entwickelt V dieses Medikament (erinnert mich an das Soma), was den Menschen die göttliche Erfahrung näher bringen soll (215), an ewige Jugend (Leben) glauben sie heute nicht mehr. Diese heutige Krankheit des Menschen soll mit dem Medikament ausgerottet werden, wie einst die PEST, denn sonst verliert der Mensch alles, was Generationen aufgebaut haben, das was ihn ausmacht. Das Medikament werde das vorzeitig gealterte Gehirn reparieren, damit es wieder einen KLAREN BLICK bekommt, wie die Jugend, denn der mache das ECHTE LEBEN aus, intensiv und kraftvoll.(216)

---Das erinnert mich ja so an Wim Wenders "Himmel über Berlin", "Als das KInd noch KInd war", nur die unschuldigen und noch unaufgeklärten Kinder hatten genug "Fantasie" den Engel zu sehen, weil sie noch daran glaubten und ihn für real hielten.--

Dann fällt Lorenz der Drache auf dem Teppich auf, Chinesen haben wohl nen Drachengott und keinen Vogelgott. :D Und Lorenz hat eine weitere Offenbarung. "Ich sah- mich selbst- als anderen- als die Summe der Möglichkeiten, die Vollendung aller Erfahrungen, alles dessen, was ich in meinem Leben gedacht, gelernt, probiert hatte; alles war da, umfassend, körperlos, alle Momente meines Lebens ordneten sich und schlossen sich zu einem Ganzen zusammen wie schmutzige Fetzen, die sich plötzlich als Teile eines unendlich kostbaren, schimmernden Gewandes erwiesen. - Er sieht also als kleinen Teil eines unfassbar großen Ganzen. --- PENG wieder vorbei. (217) Und Lorenz krächzt wie ein Vogel.

Auch Lorenz wurde von einem Wolmuth bildt geprägt. Er fühlte sich allerdings dem Bild des Tobias näher. Erst hatte er Angst davor, doch dann inspirierte es ihn mit zunehmenden Alter. Ja, er wollte anders sein als sein Vater, die Welt bereisen, was Sinnvolles für die Obdachlosen tun (wie Dora eben Malen wollte), etwas das aus seinem Inneren kam, ABER er musste sich der rationalen, wirtschaftlichen Welt anpassen und fand ja dann schon Marta. (ab 210 und ab 230)

Dann trifft Lorenz auf den Alten vom Passamt, der die Geschichte von seinem Onkel erzählt, der im Krieg war und danach keinen Sinn mehr gefunden hat und zurück nach Afrika ging, um seinen Vogelkult zu gründen. und Chief Aly zu werden. ( Herr V?) Zum Mythos zu werden. Oh, er konnte fliegen. (ab 224) Und letzte Aufzeichnungen tauchen auf, wie die, die Thedor in Aza-Town fand. War er doch dort? --------- Und plötzlich sieht Lorenz eine Feder am Fenster und hat gar kein Interesse mehr an der Geschichte. Seine Hand wird schlaff. (229)

 

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Gittenen kommentierte am 24. Februar 2019 um 21:36

Hast du gerade auch eine transzendente Erfahrung beim schreiben ;  )

An Todes Ahnung beim Verkehrsunfall des Jungen gedacht. Toll ist aber wirklich die Beschreibung seiner ganzheitlichen Erfahrung.

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lesesafari kommentierte am 26. Februar 2019 um 18:35

ER hat es wohl ganz gut verstanden.

Die Akkus waren leer und bei der Antwort ist der  letzte auch noch ausgegangen. :/ Ich mache mal weiter, wenn mein gesiebtes Hirn meine noch vorhandenen Zettelchen versteht.

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schwadronius erwähnte am 04. März 2019 um 14:07

Wie gut, daß ich kein Deutschlehrer wurde. Wenn ich all die Aufsätze lesen müßte ...

Der Schwan ist ein absoluter Aufsatzstreber !!! Du hattest bestimmt immer Einser. ;).

Ich denke, die rationalsten - mit dem klarsten Blick - kommen der "Sache" immer am nähesten. Im Gegensatz zu den Impulsiven oder Emotionalen. Sie verlieren sich - nicht so.

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lesesafari kommentierte am 04. März 2019 um 19:16

als lehrer doch nicht mehr. ok, ach, die von den schülern! meine deutschlehrerin dachte, sie würde promovieren, doch war sie mit 27 (?), die jüngste Lehrerin an der Schule. Da sie das aber dachte, waren meine Aufsätze ganz unten in ihrer Sternebewertung. ... 

wie soll das gehen? die sehen doch nichts. schick die alle mal zum aderlass. die säfte klingen ungesund. dazu fällt mir nur ein zitat eines solchen rationalisten ein: "Ich teste gerne Grenzen aus!" Ich wäre fast rückwärts mit dem Stuhl vor Lachen umgekippt.

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lesesafari kommentierte am 26. Februar 2019 um 19:15

Zum Spiel "Verschwinden" in der Kindheit, findet Lorenz "Allmählich hatten wir die Lust daran verloren, uns von irgendjemand finden zu lassen, und gaben uns ganz dem sonderbaren Gefühl dieses entkörperlichten Daseins, dem Verschwimmen und Verschwinden im Grau der Dämmerschatten hin, ein Genuss, dem womöglich ein archaischer Instinkt, die Ahnung der Möglichkeiten schwebender Kräfte, aufgelöster Grenzen zugrunde lag. Doch er ging auch mit Angst und Beklommenheit einher." (237) Kindern fällt es viel einfacher transzent zu werden und zu verschmelzen, da sie noch vieles der Fanatsie überlassen und noch nicht alles rational mit ihrem Verstand erklären können.

In der Beziehung mit Marta geht es auf und ab, währendd Lorenz sich innerlich wandelt. Das Iridische verliert für ihn letztendlich doch an Bedeutung. Martas Welt umgibt ihn mit Kälte, macht ihn kalt und herzlos. Es gab kein Mittel dagegen. Er war nur noch er selbst. (ab245). Interessant finde ich, dass er dazu sagt "Ist es nicht das, was gemeint ist, wenn man davon spricht den "Glauben" verloren zu haben?" (246). Seine Frau kann er nicht mehr mit Liebe ansehen, an sie hat er den Glauben verloren, aber hat er nicht einen anderen Glauben gefunden oder ist zumindest auf der Suche nach diesem?

Herr Morton wurde von einem Schamanen bei einer grausamen Zermonie (welche war das?? er will es nicht sagen!?!?! wie geheimnisvoll? erinnert sich überhaupt noch daran?) in einen Zustand besonders geistiger Empfänglichkeit versetzt worden. Auch er hatte eine VISION, doch er wurde dadurch von seiner Schwerut GEHEILT. Und auch diese Vision kann er nicht wiedergeben. "Aber er sei jetzt ein neuer Mensch und wisse, was es bedeute, wirklich zu leben, zu wachsen, zu arbeiten." (247f)--- Ja, hat er wohl den "wahren Sinn" des Daseins erkannt, den ein Rationalist nicht erkennt?

Nach der Begegnung mit Morton hat Lorenz sehr bewegende wie echt wirkende Träume, Träume sind ja auch Visionen und wer weiß, vllt geben sie auch Auskünfte über die Zukunft? Sie gelten auch als die bedeutsamsten Momente des künstlerischen Schaffensprozesses (Vision, Inspiration, Eingebung). Also Lorenz verspürt, dass "unirdische Klarheit" (256) sich in ihm breit macht.

"Ich wusste nichts- aber die ganze Welt schien plötzlich hell geworden zu sein, und Dinge, die verborgen gewesen waren, traten auf die selbstverständlichste Weise, rein und zeitlos hervor." (256f). Ich würde sagen, er hat die kindlichen Ängste vor dem Düsteren und Verschmolzen, die ANgst vor dem Unbekannten verloren. Jetzt sieht er klar. Und bestimmt mehr als die meisten Menschen.--- und im Traum begegnet ihm der Vogelgott/Morton verkleidet als sein Zwilling (im Geiste?). (259) Dann kommt noch ein ganz langes Zitat "Manchmal wurde ich, kurz bevor ich ganz wach war, blitzartig von EInsichten überwältigt, die mich selbst, meine Kindheit, aber auch die Geschichte meines Vaters und meiner Mutter und früherer Generationen umfassten; ich hatte nicht mehr den EIndruck auf der Erde zu sein, sondern in einer anderen Sphäre zu leben [...]manchmal meinte ich die brüchigen und spöttischen Stimmen zukünftigen Lebewesen zu vernehmen, die die Dunkelheit bevölkerten, oder ich nahm wunderbare Gedanken wahr, Bilder, deren geheimnisvolle Komplexität mich entzückte. Sobald ich jedoch versuchte, das alles in Worte zu fassen, zerrann es mir unter den Händen [...]." (259) --- Er hat wohl die mystische Erfahrung Einsichten in die Schöpfung, in den Ursprung, ins Dunkle zu erhalten. Der Kreislauf des Seins schließt sich. Und wie bei einer richtigen Vision kann er sie in ihrer Größe nicht 1:1 wiedergeben. ---- Aber wie ein rationaler Mensch bleibt er danach doch verwirrt und beängstigt zurück, denn Erklärungen hat er wohl nicht.

Und ab 262 wid Lorenz wie das Mädchen aus dem Märchen selbst zum Vogel. Er ist ein Luftwesen, die Luft trägt ihn, er schwebt, entfaltet sich nach einer langen Zeit der Hemmung, er fliegt einen Kreis, und fliegt dann immer höher bis in die kühle, flimmernde Helligkeit. "Und wie hatte ich glauben können,  in der Höhe wäre nichts?" (263) --- Glaube gefunden! Sein Körper hat sich in ein Instrument verwandelt, dass die Grenzenlosigkeit des Himmels erkundet. Aber er war auch jung und so alt wie die ältesten Götter, deren FLÜGEL FREUDE BEDEUTEN. "Ich war Prometheus, der Vater, der Helfer, und ich war Jäger, der Fresser, der sich vom Fleisch des Prometheus nährt und eins wird mit ihm." Die Kraft des Himmels ist in ihm, die Stadt liegt unter ihm, er macht komische Laute, ein stürzender Stern scheint die Erde zu bescheinen... (263/264).... Wie metaphysisch, symbolisch, mystisch! DIE ABSOLUTE VERSCHMELZUNG MIT ALLEM! 

Und ganz zum Schluss dann noch mit den Geschwistern.

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schwadronius kommentierte am 04. März 2019 um 14:41

" ... Kindern fällt es viel einfacher transzent zu werden und zu verschmelzen, da sie noch vieles der Fanatsie überlassen und noch nicht alles rational mit ihrem Verstand erklären können."

Schule, Staat, Kirche, wasauchimmer ... alle machen es kaputt !!!

Lorenz hat seinen inneren Frieden. Die anderen beiden suchen.

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lesesafari kommentierte am 04. März 2019 um 19:18

super these in deinem aufsatz! vergiss die fußnote am ende der seite nicht!-- 

die anderen beiden sind ja auch keine schreiberlinge. selbst schuld.

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schwadronius fragte am 06. März 2019 um 15:46

Haben Noten auch Hände? Köpfe, Füße ...