Leserunde

Shortlist-Leserunde zu "Der Vogelgott" (Susanne Röckel)

Der Vogelgott
von Susanne Röckel

Bewerbungsphase: 04.10. - 18.10.

Beginn der Leserunde: 25.10. (Ende: 15.11.)

Im Rahmen dieser Shortlist-Leserunde zum Deutschen Buchpreis stellen wir 15 Freiexemplare von "Der Vogelgott" (Susanne Röckel) zur Verfügung.

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. 

ÜBER DAS BUCH: 

Hier hat eine große Erzählerin aus einer grimmigen Geschichte einen grandiosen Roman gemacht. Die Mitglieder einer wissenschaftlich orientierten Familie werden durch eine zufällige Entdeckung auf einem Kirchenbild in den schwer durchschaubaren Mythos eines Vogelgottes hineingezogen – mit einem Sog, dem sie so wenig widerstehen konnen wie der Leser dieser Geschichte. Spätestens als sich herausstellt, dass dieser Mythos eben nicht nur ein Mythos ist. Es ist eine sagenhafte, aber elende Gegend dieser Erde, wo die Verehrer des Vogelgotts leben, die ihm allerdings weniger ergeben als vielmehr ausgeliefert zu sein scheinen.
In diesem unwiderstehlichen Roman entpuppt sich eine geheime Welt als die unsere, in der die Natur ihre Freundschaft aufkündigt und wir ihrer Aggression und Düsternis gegenüberstehen.
Das ist nicht die übliche Jung und Jung Literatur, werden manche denken. Beim Lesen und vor allem Weiterlesen fragt man sich, warum man das Buch nicht aus der Hand legen kann, zumal hier nicht mit altertümlichen Spannungselementen gearbeitet wird.

ÜBER DIE AUTORIN:

Susanne Röckel geboren 1953 in Darmstadt, studierte Romanistik und Germanistik in Berlin und Paris, lebt als Schriftstellerin und Übersetzerin (Paula Fox, Antonia S. Byatt, Irène Némirovsky, Joyce Carol Oates u.a.) in München.

15.11.2018

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 189 bis Ende

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Estrelas kommentierte am 04. November 2018 um 11:04

Ich fand es gut, dass die Recherchen des letzten Bruders ein paar Ansätze zu den Hintergründen geliefert haben. Verwundert hat mich dabei rückblickend, dass von der Rekrutierung von Soldaten die Rede war, wobei Thedor ja nun gar nicht in dieses Raster fällt. Ich hätte mir gewünscht, dass mehr noch als dieses Zusammengehörigkeitsgefühl der Geschwister eine Zusammenführung ihrer Erlebnisse stattfindet. Aber vielleicht hätte man damit das Mysterium zwangsläufig zerredet...

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Gittenen kommentierte am 04. November 2018 um 13:00

Ja, das schweige bei dem Roman war gerade, dass die Geschwister so wenig Kontakt zueinander hatten.  So kam es selten zu Berührungspunkten obwohl alle zu ungefähr gleichen Zeit was mit der Geschichte zu tun hatten .So ist es ein großes Puzzle Spiel.

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herrzett kommentierte am 05. November 2018 um 11:07

Ich fand es irgendwie ja gerade spannend, dass sie kaum etwas miteinander zutun gehabt haben und am Ende dann doch wieder zueinander fanden. 

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Hermione kommentierte am 10. November 2018 um 20:29

Das hat mir auch besten gefallen, dass die Geschwister am Ende wieder zusammengefunden haben.

Und auch die Anknüpfung zu ihrer Kindheit ("Verschwinden") ist schön, weil sich damit der Kreis schließt.

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Petzi_Maus kommentierte am 05. November 2018 um 22:37

Das ist mir auch - vor allem nochmal jetzt im letzten Teil - durch den Kopf gegangen: warum reden die Geschwister nicht über ihre Erlebnisse. Sind ja quasi die selben. Dann hätten sie das schon früher herausgefunden..

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Yexxo kommentierte am 06. November 2018 um 18:57

Naja, Lorenz hatte sich ja schon früh abgekapselt. Und Dora stand mit ihrer Liebe für Kunst auch etwas allein. Dazu konnten beide ältere Geschwister mit der der Art ihres jüngsten Bruder einfach wenig anfangen. Die haben sich einfach auseinandergelebt, wie es vermutlich sehr häufig vorkommt.

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dj79 kommentierte am 13. November 2018 um 17:57

Ja, die Entfremdung innerhalb einer Familie ist schon eine traurige Angelegenheit und wahrscheinlich gar nicht so selten. Wenn Geschwister erst einmal alle eigene Partner und vielleicht noch Kinder haben, kommt die gemeinsame Zeit mit den eigenen Geschwistern oft zu kurz. Wenn man den Familienkreis auf Cousins und Cousinen erweitert, sind die Auswirkungen noch gravierender. Irgendwann sieht man sich nur noch auf Beerdigungen.

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Gittenen kommentierte am 04. November 2018 um 13:07

Es ging mir lange Zeit in dem Romanso wie Lorenz " Es war, als würde sich etwas vor mir abzeichnen, dessen Wirklichkeit nicht zu bezweifeln war,doch zu dessen Erfassung sich meine Augen nicht eigneten;Als fehlte mir die geeignete  Brille."

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Petzi_Maus kommentierte am 05. November 2018 um 22:38

Mir geht's immer noch so *grins*

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Estrelas kommentierte am 06. November 2018 um 20:40

Hihi

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Gittenen kommentierte am 04. November 2018 um 13:11

Es kam mir so vor als ob hier in der westlichen. Zivilisation die Klinik die Sammelstelle ist.Die Kinder werden durch Träume angelockt zur Behandlung ( Klinikleiter Tor( vyk) Allt  )

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herrzett kommentierte am 05. November 2018 um 11:15

Hmmm. hierzu hab ich irgendwie noch eine Frage oder ich hab es nicht so hunderprozentig herausgelesen...

Haben diese Kinder Berührungspunkte mit diesem 'Vogelgott' alias Mensch mit Vogelmaske gemacht und sich deshalb wie Lorenz selbst ständig verfolgt gefühlt und sind in den Wahn abgedriftet? Und dann gibt es nur diese eine Klinik, die alle Kinder 'sammelt'?!

Und warum gibt es diese Blogeinträge, die dann nachträglich wieder zurückgezogen werden... denn theoretisch müssen diese ja von Eltern geschrieben wordn sein und die müssen dann ja dann auch von dem Leiter 'in den Bann' gezogen worden sein...

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Gittenen kommentierte am 05. November 2018 um 14:53

Fragen über Fragen.Aber ich denke die Autorin wollte nicht alles vollständig aufklären und Raum für den Leser lassen. So bleibt es mystisch und sureal.Auch wenn dies nicht jedem gefällt.

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Marshall Trueblood kommentierte am 06. November 2018 um 01:22

Das sehe ich genauso...normalerweise brauche ich eine Lösung, die stimmig ist, aber hier bin ich mit den offenen Enden sehr zufrieden;

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, auch weil es sehr viel Platz für die eigenen Gedanken lässt; vielleicht hat Susanne Röckel aber auch selber keine vollständige Lösung und lässt das Ganze deswegen offen...;-))

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Estrelas kommentierte am 06. November 2018 um 20:42

Womöglich sind wir auch in den Bann des Vogelgotts geraten und wissen deshalb nicht, wie wir die Informationen deuten sollen.

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wandagreen kommentierte am 07. November 2018 um 18:03

Das ist es!

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Gittenen kommentierte am 09. November 2018 um 12:54

Mir wird schon ganz schwindlig , hoffentlich fange ich nicht gleich an zu schweben.

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wandagreen kommentierte am 09. November 2018 um 13:02

Musst du nicht: die Mauer ist weg!

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schwadronius erwähnte am 11. November 2018 um 17:12

Ich nicht. Sowas endet seeeeeeeeehr suboptimal für kleine Häschen ...

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yvy kommentierte am 12. November 2018 um 11:22

Ohhhh du grausame Natur! :O

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Hermione kommentierte am 13. November 2018 um 16:56

Das kann natürlich auch sein... ;-)

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dj79 kommentierte am 13. November 2018 um 18:00

Oh mein Gott ;) , wie komm ich da bloß wieder raus ...

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Sancro82 kommentierte am 15. November 2018 um 21:04

Ja so kam es mir auch irgendwie vor.

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Gittenen kommentierte am 04. November 2018 um 16:07

Ach ja das Verschwindespiel ,mir ist gerade beim Blättern aufgefallen ,Seite 25 sagt Kondrad etwas was sehr gut dazu passt:Ja, ich würde verschwinden- und mit mir meine Kinder und deren Kinder-, vom Licht vergessenwürden unsere Konturen sich auflösen..."

Und in jedem Kapitel sagen oder erleben  die Kinder etwas ähnliches.

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wandagreen kommentierte am 04. November 2018 um 23:49

Fertig. Seufz. Muss ich um die geistige Gesundheit der Autorin fürchten? Ich warte mal ein paar andere Beiträge noch ab.

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Gittenen kommentierte am 05. November 2018 um 11:16

Es ist eine Autorin mit ausgeprägter Phantasie. Ich kann mich super  darauf ein lassen . 

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Petzi_Maus kommentierte am 05. November 2018 um 22:42

Mäh. Mir fehlt die Auflösung. Klar, ich mag so Mystisches , und das Buch las sich super, aber am Ende bin ich genauso ahnungslos wie vorher ...

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Gittenen kommentierte am 06. November 2018 um 09:30

" Da steh ich nun,ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor; ..."

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Petzi_Maus kommentierte am 06. November 2018 um 13:07

Ja, Gittenen, das trifft es auf den Punkt ;)

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schwadronius erwähnte am 11. November 2018 um 17:20

Du armer T(hed)or! :).

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Hermione kommentierte am 16. November 2018 um 08:20

Wie interpretierst Du denn die Phantasie? Oder wie genau kannst Du Dich darauf einlassen?

Davon würde ich mir gerne eine Scheibe abschneiden...

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FIRIEL kommentierte am 05. November 2018 um 19:25

@Wanda: Die Autorin ist geistig gesund und hat den Durchblick. Wir sind die Ahnungslosen, die die Augen vor der Wirklichkeit verschließen...

;-))

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wandagreen kommentierte am 05. November 2018 um 19:45

*ggg*. Klar. Sonst noch was? ;-)

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dj79 kommentierte am 13. November 2018 um 18:10

Vielleicht passt die psychische Belastung, die alle drei Geschwister mindestens zeitweise empfinden, in die heutige Zeit. Auch wenn viele meinen, dass Burnout, Depressionen und Ähnliches keine richtigen Krankheiten sind, treten sie nach meinem Empfinden immer häufiger auf. Darauf aufmerksam zu machen, ist auf jeden Fall richtig. 

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herrzett kommentierte am 05. November 2018 um 11:21

Hmmm, das war's dann jetzt also. Puh.
Dieser Abschnitt war für mich dann zum Glück wieder etwas spannender.
Auch die Erzählung vom Vater und somit den Bzug zum Prolog mochte ich irgendwie recht gern. 
Ich hab mich dann nur gefragt, ob das Märchen wirklich ein Märchen war, oder ob es so ähnlich nun quasi auch geschehen ist... der Vater war nach dem Greif bzw. der Feder hinterher, die Söhne sind beide auf ihrem Weg, in den Wahn abgedriftet und haben auch sonst alles um sich rum verloren.
Die Tochter, machte sich auch auf die Suche, verlor auch einiges und war kurzzeitig auch im Wahn gefangen, als sie die Bilder zeichnete und alles untersuchte, aber kam irgendwie dann auch wieder davon frei...
Vielleicht rede ich mir das jetzt aber auch so hin. Ich bin mir da noch unschlüssig. 

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Petzi_Maus kommentierte am 05. November 2018 um 22:44

Hm, diese Deutung der Sage vom Vogel Greif wäre mir so nicht in den Sinn gekommen, hört sich aber schlüssig an.

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yvy kommentierte am 08. November 2018 um 17:57

Deine Deutung gefällt mir, entspricht sie doch in etwa dem Märchen, von dem die Rede war.
(Bin mir gerade nicht sicher, ob ich das Märchen hier im Buch oder bei meiner Google-Suche nach dem Vogel Greif gelesen habe. ----- Ohhhh Gott, jetzt bin ich schon total verwirrt und falle dem Wahnsinn anheim.) :OOOO

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FIRIEL kommentierte am 11. November 2018 um 10:07

Aber so ganz passt das Greif-Märchen auch nicht. Thedor verliert seine geistige Gesundheit. Lorenz hat seine bürgerliche Lebensweise verloren; getrennt von Frau und Söhnen schlägt er sich als Obdachloser durch. Von Dora wissen wir nur, dass sie geschieden ist; wovon sie lebt, erfahren wir nicht. Aber ob sie wieder frei von dem Sog ist? Das glaube ich nicht. Es heißt am Schluss, ihr blondes Haar sei gesträubt - wie das Gefieder eines Vogels? Oder wie die Haare von Wolmuths Maria?

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Gittenen kommentierte am 11. November 2018 um 12:26

Also ist das Leben aller drei das sie kannten und mochten durch den Vogelgott zerstört worden-Rache  geglückt.

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FIRIEL kommentierte am 11. November 2018 um 21:49

@Gittenen: Ja, das Leben aller drei ist zerstört. Anders als im Greif-Märchen lebt das Mädchen nicht glücklich und zufrieden weiter.

Alle drei haben kurzfristig ihre Identität verloren, sind "verschwunden" und im Vogelgott aufgegangen. Thedor ist dabei vermutlich zum Täter geworden, zumindest muss er das befürchten. Dora hat dem Kult durch ihre Kunstwerke gedient - immerhin keine Teilnahme am Kannibalismus. Einzig Lorenz hat aktiv nichts getan, wodurch er einem anderen geschadet hat. Es ist ihm aber auch nicht geglückt, etwas dagegen zu unternehmen. 

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yvy kommentierte am 12. November 2018 um 11:24

Aber auch Dora hat ein Kind "geopfert". Ihr eigenes Ungeborenes, wenn auch vielleicht nicht zum Zwecke des Vogelkultes.

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FIRIEL kommentierte am 12. November 2018 um 19:16

Stimmt.

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Yexxo kommentierte am 05. November 2018 um 21:32

Und nun: Die Aufklärung ;-) Wobei das übertrieben ist, denn noch immer bleibt Vieles im Vagen und Ungewissen. Bereits auf Seite 101 im ersten Teil steht: ‚Selbst der gute Dr. Andrae weiß, dass die bequeme Teilung der Welt in Wirklichkeit und Wahn nicht aufgeht.‘ Das trifft auf alle Geschichten in diesem Buch sehr gut zu, finde ich.

Lorenz scheint seinem Vater viel ähnlicher zu sein als es ihm vermutlich lieb und auch bewusst ist (irgendwo steht das sogar, glaube ich). Er ist der völlig Rationale, der zwar ebenfalls völlig in den Bann gezogen wird von Clara und Dr. Torvyk Allt, aber sich nicht so darin fallen lässt wie Thedor (der plötzlich Teil der Gemeinschaft wird) und Dora, die aus heiterem Himmel zu malen beginnt. Doch auch für ihn ist die Veränderung zu groß, um so weiterzuleben wie bisher. Dass er als Einziger konkrete Nachforschungen anstellt – ob es daran liegt, dass er der Älteste der Geschwister ist?

Faszinierend, wie sich nun alles ineinanderfügt, das hätte ich so nicht erwartet. Mit dieser Erklärung ist es ja beinahe schon eine Verschwörungstheorie um das Erringen der Weltherrschaft und das Mystische nur ein Teil davon.

Wirklich klug ist auch der Aufbau der Geschichten: Vom Einzelnen zum Gesamten. Angefangen mit Theodor, der ganz konkret ein Erlebnis in/mit dieser Gemeinschaft hat. Dann folgt Dora, die den historischen Aspekt darstellt. Und zuguterletzt Lorenz, der die Offenbarung bietet. Stück für Stück öffnet sich der Vorhang ;-)

Interessant ist, dass alle Drei das gleiche Spiel in ihrer Kindheit liebten, spielten und noch immer daran hängen: diese besondere Art von Verstecken. Vermutlich hatten sie schon damals den Verdacht, die Ahnung, dass sie beobachtet wurden. Was ja auch der Fall war, sonst wären sie den diversen Erscheinungen Victors wohl kaum namentlich bekannt gewesen.

Ein richtig klasse Buch, das jede Menge Rätsel aufgibt und zumindest bei mir ein etwas merkwürdiges Gefühl hinterlässt.

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wandagreen kommentierte am 06. November 2018 um 08:47

@Yexxo: Dass die Komposition des Buches gelungen ist, da bin ich ganz bei dir.

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yvy kommentierte am 08. November 2018 um 18:01

Dito. Die Komposition ist gut aber ich finde trotzdem, dass es Röckel nicht ganz gelungen ist, am Ende alle Fäden richtig zusammenzuführen. Sie überlässt es dem Leser, individuell zu interpretieren. Per se nicht schlecht aber mir fehlt noch immer der Sinn hinter dem Ganzen. Das Nachdenken, Deuten, Interpretieren ist ja schön und gut aber ich möchte halt gern auch wissen, wofür und warum ich das Buch nun gelesen habe.

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wandagreen kommentierte am 08. November 2018 um 18:11

Lirumlarumlöffelstil, wer viel weiß, vergisst auch viel.

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yvy kommentierte am 08. November 2018 um 18:35

Den Eindruck habe ich auch allerdings. So viel Wissen und am Ende der Lektüre ist der Kopf leer.

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dj79 kommentierte am 13. November 2018 um 18:20

Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich verstanden habe, was die Autorin dem Leser mitteilen wollte. Letztlich ist mir das bei diesem Buch aber auch nicht ganz so wichtig. Susanne Röckel hat bei mir so viele Rezeptoren geöffnet und mich stark beeindruckt. Der Vogelgott wirkt nach, meine Gedanken kreisen um das Buch und alles, was für mich zwischen den Zeilen stand.

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Gittenen kommentierte am 13. November 2018 um 19:22

Ja bei mir wirkt der Vogelgott auch noch nach obwohl ich das Buch schon fast eine Woche beendet habe.Und ich habe heute beim Tee einer Freundin ganz begeistert davon erzählt, was das Buch mit dieser Leserunde gemacht hat. Wie das Buch zum diskutieren angeregt hat, was wir alles rausgefunden haben ( und was nicht)

 

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dj79 kommentierte am 13. November 2018 um 20:44

Ja, diese Leserunde ist toll, ganz viel produktive Diskussion, Erkenntnisse, die ich ohne den Austausch wohl nicht ganz so hinbekommen hätte. Meine Entscheidung mein gekauftes Buch hier mit Euch zu lesen, war genau richtig. Manchmal ist es auch gut, wenn ein Buch zunächst erst mal auf dem SuB parkt ;))

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Gittenen kommentierte am 06. November 2018 um 09:50

Ich glaube das Verschwinden ist in diesem Buch sehr zentral. Das sich Auflösen und Aufheben der Grenze zum Irreralen.

Es geht glaube ich auch um das verstehen  wollen des Rätselhaften und die Suche nach höherem.

In der Klinik:" ...ein Medikament..das die Unvollkommenheit unseres Gehirns überwinden und dazu führe,dass endlich das ganze Potential des Individuums ausgeschöpft werden könne "

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wandagreen kommentierte am 06. November 2018 um 10:02

Erstens. geht es nicht und zweitens: bekommt es auch nicht. (Zum Zitat).

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Gittenen kommentierte am 06. November 2018 um 11:05

Aber die Suche ist da. Was meinst du mit bekommt es auch nicht. Meinst du der Arzt bekommt es nicht?

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wandagreen kommentierte am 06. November 2018 um 14:46

Ich meine damit: so ein Medikament würde einem nicht bekommen. Denn wer bewusstseinserweiternde Medikamente, sprich Drogen, bisher genommen hat, von diesen Menschen habe ich nie Gutes gehört, oft sterben sie früh, landen in der Klapse wie Theo und sind auch sonst nicht mehr gesellschaftstauglich.

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Gittenen kommentierte am 06. November 2018 um 16:26

Ja stimmt, manche Drogen machen zwar nicht süchtig können aber Schizophrenie auslösen.

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dj79 kommentierte am 13. November 2018 um 19:19

Ich glaube, ein Medikament, das es dem Patienten gestattet, einen deutlich höheren prozentualen Anteil seines Gehirns zu nutzen, ist überhaupt nicht gut. Der Mensch wäre zu Erkenntnissen fähig, die er vielleicht emotional gar nicht verkraften könnte. Ich vermute ähnlich negative Auswirkungen wie bei Menschen, die nicht altern können. Matt Haig hat dieses Szenario aus meiner Sicht sehr schön in „Wie man die Zeit anhält“ skizziert: https://wasliestdu.de/rezension/der-fluch-besonders-zu-sein.

Auch wenn man sich manchmal wünscht, etwas Übernatürliches zu können, ist es vielleicht besser, mit dem Ergebnis der Evolution zufrieden zu sein.

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wandagreen kommentierte am 09. November 2018 um 13:00

@Gittenen: ja, du hast recht. Man hätte in dem Roman noch mehr nach den wiederkehrenden Motiven suchen müssen. Sie waren womöglich eher Thema. Das habe ich in meiner Rezension/Interpretation übersehen. Na ja gut, das nächste Mal. Verschwinden, sich auflösen - gut beobachtet!

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Gittenen kommentierte am 10. November 2018 um 11:48

Das hat mir besonders gefallen an dem Buch, ich kam mir fast wie ein Dedektiv oder Profiler vor, der alles aufdröselt. aber Krimis im normalen Sinn mag ich immer noch nicht.

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wandagreen kommentierte am 10. November 2018 um 12:16

Sie sind von den Charakteren her oft zu platt und die Töter zu brutal.

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Gittenen kommentierte am 11. November 2018 um 12:29

und irgendwie langweilig.

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Hermione kommentierte am 13. November 2018 um 16:22

Ja, das ist ein guter Punkt. Die wiederkehrenden Motive sind mystisch, aber auch künstlerisch und auch in Personen begründet. (Wenn auch die eine Person ihren Namen immer ändert per Akronym...)

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schwadronius erwähnte am 11. November 2018 um 17:01

Das Versteckspiel heißt "Verschwinden". Das Wort ist wichtig. Warum es so und nicht nur "Verstecken" heißt. :).

Ergänzung: Gittenen hat's hier bereits erwähnt. (Ich aber schon im vorherigen Abschnitt. :D.)

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Gittenen kommentierte am 11. November 2018 um 20:23

die Motive müssen sich halt wiederholen, meinte Wanda schon  : )

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Petzi_Maus kommentierte am 05. November 2018 um 22:36

Im dritten Teil erfährt man nun die Geschichte des ältesten Bruders, Lorenz. Und seine Geschichte verwebt sich nun mit jenen seiner Geschwister.

Ganz schlau bin ich jedoch nicht geworden. Ist dieser Vogelgott nun eine Art relilgiöser Kult, oder etwas Übernatürliches? Vor wem genau müssen sich die Geschwister verstecken (wie in ihrem Spiel), denn es kam bei mir so an, als wären sie sogar ein Teil davon.
Sehr gruselig war Lorenz' Traum (?), in dem er die Kinder im Klinikum an Schläuche angeschlossen sah.

Auf jeden Fall wird aufgeklärt, dass Thedor in Afrika war, und nicht wie manche dachten, in Südamerika.

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wandagreen kommentierte am 05. November 2018 um 22:53

Aber sonst nichts. Jeder kann sich seinen Teil denken. Das ist mir definitiv zu wenig.

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Petzi_Maus kommentierte am 05. November 2018 um 22:57

Ja, so ganz zufrieden bin ich auch nicht. Ich bin halt bei meinem Steak-Genre gewöhnt, dass es eine eindeutige Aufklärung gibt *grins*

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wandagreen kommentierte am 06. November 2018 um 00:12

Ich hätte dir noch ein stärkeres Buch gewünscht bei deinem Ausflug. Wie bist du auf "Der Vogelgott" gekommen?

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Petzi_Maus kommentierte am 06. November 2018 um 08:59

Das war eines der wenigen Bücher von der Shortlist, bei denen mich der Inhalt angsprochen hat. Dieses Mystische... hat schon was.  Und ja, da muss man ja eigentlich mit einem offenen Ende rechnen. Ich bins halt nur nicht gewöhnt, viell tue ich mir deshalb (noch) etwas schwer damit. Aber ich muss meine Gedanken ja auch erstmal richtig sacken lassen.

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wandagreen kommentierte am 06. November 2018 um 09:10

Und wie beurteilst du deinen Ausflug in die Sphären der höheren Literatur? Eine Einmalfliege. Oder eine Reise, die du noch einmal antreten wirst?

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Petzi_Maus kommentierte am 06. November 2018 um 09:25

Ich werde bestimmt wieder mal etwas 'Anspruchsvolles' lesen, aber dann vielleicht nichts Mythisches mehr, sondern eher was 'Handfestes' ;)

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Rotschopf kommentierte am 07. November 2018 um 17:58

Ich hatte auch irgendwie gehofft, dass die verwirrend-verworrenen Aspekte zu einer schlüssigen Handlung zusammengeführt werden würden, ein sich schließender Kreis oder so. Aber nichts da - jedenfalls nicht, dass ich es erkennen würde. Darüber kann mich die Sprache dann auch nicht mehr hinwegtrösten.

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schwadronius erwähnte am 11. November 2018 um 16:52

Theodor war nicht in Afrika. Es wird nur angenommen. Er ist verrückt, sein Wahn.

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schwadronius korrigierte am 11. November 2018 um 17:17

Thedor.

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Rotschopf kommentierte am 07. November 2018 um 12:24

Die Perspektive von Lorenz im dritten Teil gefällt mir gut und auch, dass er ziemlich schnell auf den Vogelgott-Mythos stößt. Ich mag die Journalisten-Perspektive deutlich mehr als die der Künstlerin Dora und außerdem, dass die beiden bzw. alle drei Geschwister so unterschiedlich sind.

Bei den Passagen zu dem Medikament, das die Unvollkommenheit des menschlichen Gehirns überwindet ist mir der Zusammenhang zum Vogelgott-Zeugs nicht so richtig klar. Kann jemand Licht ins Dunkel bringen oder gibt es keines?

Zum Buch insgesamt muss ich mir noch eine Meinung bilden.

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Gittenen kommentierte am 07. November 2018 um 18:53

Das journalistische gefällt mir auch gut , aber Lorenz war mir am unsympathischsten von den Geschwistern.

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wandagreen kommentierte am 07. November 2018 um 19:16

Mir der unnütze Theodor. Ein Blutsauger. (Haha, im wahrsten Sinne des Wortes).

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yvy kommentierte am 08. November 2018 um 18:05

The(o)dor fehlt so offensichtlich das "O" im Namen wie ihm Rückgrat und Perspektive fehlt. Er ist ein Träumer, dem es an Antrieb fehlt.

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dj79 kommentierte am 13. November 2018 um 19:24

Thedor wird unter den drei Geschwistern als der Träumer ausgemacht. Ich empfinde aber auch Lorenz als Träumer. Er verschmäht kleinere Aufträge, hofft stets auf die ganz große Story. Immer mehr gerät er dadurch ins Abseits.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 189 bis Ende
yvy kommentierte am 08. November 2018 um 18:07

Ich konnte mit allen 3 Geschwistern nicht wirklich viel anfangen aber gut, das muss ja auch nicht zwingend. ;)

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 189 bis Ende
schwadronius erwähnte am 11. November 2018 um 16:21

Also ich möchte die drei Geschwister gerne therapieren. ;).

Mich würde interessieren, ob Konrad seinen Kinderlein die Pillen "die die Unvollkommenheit des menschlichen Gehirns überwindet" gab?!

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 189 bis Ende
FIRIEL kommentierte am 11. November 2018 um 21:37

Wohl nicht. Die werden ja gerade erst entwickelt.

Aber wenn dir so etwas gefällt, lies mal Curt Goetz, Dr. med. Hiob Prätorius. Der ist auf der Suche nach der Mikrobe, die die menschliche Dummheit verursacht.

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schwadronius erwähnte am 11. November 2018 um 22:17

Vorher wurde doch schon geforscht und entwickelt, Firi. Wozu sonst die ganzen Kinder im Hospital. Und selbst Henry sagte mehrmals, daß "es" bald käme. Was, wenn es es schon längst gäbe?! ...

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schwadronius fragte am 11. November 2018 um 22:19

Gefallen? Es ist mein Beruf ... :D.

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FIRIEL kommentierte am 12. November 2018 um 19:23

Was genau ist dein Beruf? Die Mikrobe der menschlichen Dummheit zu suchen? Forscher? Frauenarzt wie Prätorius? Psychotherapeut?

Und: Ich habe die Vorstellung, dass der Prolog mindestens zwanzig Jahre vor den weiteren Ereignissen  spielt. Aber tatsächlich wird das nirgendwo geschrieben, ich weiß nicht, woher diese Einbildung stammt. Die "Kinder" sind jedenfalls erwachsen. Selbst der Jüngste, Thedor, ist schon über dreißig. Da müsste der Vater ihnen die Pillen tatsächlich schon etwa zwanzig Jahre früher verabreicht haben. 

Die Alpträume der vielen Kinder scheinen jedenfalls in diesem Ausmaß etwas Neueres zu sein. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass die Pillen schon zur Kinderzeit der Geschwister entwickelt waren.

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Gittenen kommentierte am 13. November 2018 um 19:26

Ich glaube das ist gar nicht nötig. :  )

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yvy kommentierte am 08. November 2018 um 18:33

Ich bin heute morgen fertig geworden und weiß noch nicht genau, was ich von dem Ganzen halten soll. Einerseits nervt mich das ewig angedeutete Wischiwaschi, andererseits gefiel mir die Sprache und ich mag es, wenn Autoren den Leser nicht in feste Denkmuster drücken wollen.

Die ganze Story hat mich verwirrt und ich muss erstmal für mich "Logik" reinbekommen, um das Buch rezensieren zu können. Dann kommentiere ich auch noch ein wenig hier.

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Rotschopf kommentierte am 09. November 2018 um 18:32

Das mit dem "Wischiwaschi" ist auch mein Problem mit dem Buch - über Andeutungen und verschiedene Möglichkeiten, die man sich größtenteils selbst denken muss, geht der Plot für mich nicht hinaus. Mir ist es auch nicht gelungen, der Handlung "Logik" abzuringen. Wenn der Roman nur nicht so fantastisch geschrieben wäre ;)

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Petzi_Maus kommentierte am 09. November 2018 um 21:48

Der Roman soll ja auch nicht 'logisch' sein, das ist eindeutig bei mir rübergekommen. Den Sinn seh ich auch nicht so ganz, aber es war soo schön zu lesen ;)

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wandagreen kommentierte am 09. November 2018 um 22:10

haha.

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Gittenen kommentierte am 11. November 2018 um 12:35

Gute und schöne Literatur kann/ darf man auch ohne sie zu verstehen genießen.Jeder Leser nimmt das aus dem Buch mit was ihn anspricht .

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schwadronius erwähnte am 11. November 2018 um 16:09

Er ist aber logisch!

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Petzi_Maus kommentierte am 12. November 2018 um 10:09

Für dich vielleicht, weil du in der Branche (oder so ähnlich) tätig bist!

Für mich ist das alles verworrenes Zeug, und ich kenn mich mit Geisteskrankheiten auch nicht aus (sollte es wirklich darauf hinauslaufen - denn das kommt ja nicht wirklich deutlich rüber)

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yvy kommentierte am 12. November 2018 um 11:28

"Logisch" sollte er schon sein - zumindest für MICH. Sonst kann ich auch einfach aneinandergereihten Blindtext lesen. ;P

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Hilou kommentierte am 09. November 2018 um 11:36

Ich gebe ehrlich zu, ich bin kein Freund von offenen Enden. Ich brauche etwas, dass ich greifen kann. Einen sauberen befriedigenden Abschluss...

Das Buch ist gut, keine Frage... Trotz Umherschweifungen und mangelnder Dialoge wird es nicht langweilig und zieht einen in seinen Bann. Aaaber: Es bleiben am Ende zu viele Fragen, die nicht im Ansatz beantwortet worden sind. Wie soll man sowas rezensieren und dem inhaltlich gerecht werden, ohne zu Spoilern? Ich denke, ich brauche etwas Zeit, um die Geschichte zu verdauen und bewerten zu können. Ich bin momentan etwas wirr im Kopf. :D

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wandagreen kommentierte am 09. November 2018 um 12:57

Vllt arbeitet die Autorin eng mit einem Psychiater zusammen, dem sie uns als schlimme Vogelwahnfälle zuschieben möchte?!

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Petzi_Maus kommentierte am 09. November 2018 um 17:06

Oh doch, das geht ohne zu spoilern. Denn es 'passiert' ja jetzt nichts, so gesehen ;) Aber stimmt schon, es fiel mir auch schwer, die Rezi zu schreiben...

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schwadronius erwähnte am 11. November 2018 um 16:08

Kein Abschluß?

Die Kinderlein sind verrückt und hocken beim Jüngsten in der Psychiatrie. Und spielen weiterhin "Verschwinden". Abschluß genug.

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Hilou kommentierte am 12. November 2018 um 00:11

Hahaha, ja super.

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Hermione kommentierte am 10. November 2018 um 20:31

Also so ganz schlau bin ich aus dem Buch nicht geworden.

Es war ja schon absehbar, dass der dritte Teil aus Sicht des ältesten Bruders Lorenz erzählt wird, was auch der Fall war.

Und wieder die Bezüge zu dem Vogel, die Alpträume der Kinder, der merkwürdige Doktor mit Verwesungsgeruch...

Ich glaube, ich muss das Ganze noch etwas sacken lassen.

 

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FIRIEL kommentierte am 10. November 2018 um 22:06

Einige Zusammenhänge haben sich geklärt, aber es bleibt sehr viel offen.

Verwundert war ich, dass Lorenz so von Clara angezogen wird. Sie wird auch "vogelähnlich" beschrieben - und das ist das erste weibliche Vogelwesen, bisher war immer nur von einem Männerbündnis die Rede. Wie bringe ich das nun zusammen?

Morton taucht in allen drei Teilen auf: Er hat die Organisation STW gegründet, mit der Thedor nach Afrika gelangt; er ist der neue Sponsor in dem Wolmuth-Museum, in dem Dora die verschollene Zeichnung zu sehen bekommt; er ist Direktor der pharmazeutischen Forschung, die Lorenz entdeckt. Aber er wird anscheinend vom Klinikchef "beherrscht"; er steht unter dem Einfluss von Allt/Tally/Lalyt/Littal (und wie ich erst jetzt merke, ist das auch ein ungefähres Anagramm von Chief Aly). Morton hatte eine Tochter, die er zu Pflegeeltern nach Amerika weggegeben hat; das ist wohl Miranda aus dem ersten Teil, die ihren Vater nicht kennt, aber sich aus ihrer frühen Kindheit an Masken erinnert. Ich denke, er hat sie fortgegeben, damit er sie nicht opfern muss, er wollte sie schützen - gelungen ist es ihm nicht.

Es gibt keinerlei Erklärung dafür, wieso der vogelähnliche stinkende Herr mit der Namensvielfalt alle drei Geschwister kennt und alles über sie weiß.

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schwadronius meinte am 11. November 2018 um 16:02

Es gibt keinerlei Erklärung dafür, wieso der vogelähnliche stinkende Herr mit der Namensvielfalt alle drei Geschwister kennt und alles über sie weiß.

Wahrscheinlich durch Konrad.

mit der Thedor nach Afrika gelangt

Ob Theo dort war, ist nicht eindeutig. Aber immerhin Afrika und nicht Südamerika. ;).

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FIRIEL kommentierte am 11. November 2018 um 21:52

Wieso soll er die Geschwister durch Konrad kennen? Der Prolog findet doch viel früher statt. Da weiß Konrad noch gar nicht, wie sich seine Kinder entwickeln werden.

Also werden sie entweder die ganze Zeit aus der Ferne beobachtet (das können Vögel ja gut), oder aber so ein Vogelgott ist allwissend.

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schwadronius antwortete am 11. November 2018 um 22:23

Wenn Konrad Henry kennt, kennt Henry auch Konrads Kinder. "Er" begleitet ihn ja - irgendwie.

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yvy kommentierte am 12. November 2018 um 11:30

Die Morton Parallele ist mir auch aufgefallen (vor allem der Bezug zu Miriam). Aber du hast das hier sehr schön zusammengefasst. Danke.

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schwadronius kommentierte am 11. November 2018 um 16:24

Le rapace est mort, est mort. Il ne dira plus coccodi coccoda ... n'est-ce pas?

Diesmal Lorenz. Die drei kleinen Weydes haben wirklich einen ordentlichen Schlag in ihrer Kindheit abbekommen.

Anmerkung: Henry Morton vereint alle Heinriche der Merck'schen Familie, von denen einige auf Expeditionen gingen und Forschungen von Krankheiten indigener Völker betrieben. Jedenfalls schwebte mir das im Kopf rum, weil Susanne aus Darmstadt ist. Kleiner Seitenhieb vielleicht?! :D.

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FIRIEL kommentierte am 11. November 2018 um 21:39

Hups, ein interessanter Hinweis! Darauf wäre ich nie gekommen.

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wandagreen kommentierte am 11. November 2018 um 21:44

Sprich klartext Hase: Du meinst Morton ist der Verrückte, in dem die 3 Kinder "wohnen?" Oder was meinst du sonst? Die Wahnantwort (in welcher Form auch immer) ist mir auch am nächsten. Aber es passt nicht alles zusammen.

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schwadronius erwähnte am 11. November 2018 um 22:33

Die Kinder projizieren. Ihrer Kindheit wegen. Traumabewältigung. Konrad ist ihr "Vogelgott". Da verschwimmt alles. Vor allem bei gravierenden Veränderungen in ihrem Leben.

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wandagreen kommentierte am 12. November 2018 um 10:51

Ach, Konrad ist der Vogelgott! Das erscheint einigermassen logisch!! Und was ist mit Konrad selber?

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Petzi_Maus kommentierte am 12. November 2018 um 22:15

Anfangs war Konrad (noch) nicht der Vogelgott...

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wandagreen kommentierte am 12. November 2018 um 10:53

Vermutlich bist du der einzige, der diesem Roman gewachsen ist, hihi.

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yvy kommentierte am 12. November 2018 um 11:32

Das denke ich auch, wenn ich hier die Kommentare so lese. Vielleicht muss man das Buch mehrmals lesen, um es zu deuten.

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Gittenen kommentierte am 12. November 2018 um 13:55

Konrad hat sich im am Ende des Prolog kurzeitig mit dem Vogelgott verschmolzen und praktisch aus seinen Augen raus geschaut.

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FIRIEL kommentierte am 12. November 2018 um 19:27

Genau. Das ist doch allen Beteiligten so gegangen, dass sie für kurze Zeit ihre eigene Identität verloren haben und in dem Vogelgott "aufgegangen" sind. Sie sind verschwunden - aber leider nicht auf die gewünschte Art.

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Rotschopf kommentierte am 12. November 2018 um 19:41

Ja, außer den Geschwistern betraf das ja auch Morton bei der Rede von Lalyt - Dora hat das gemerkt, und trotzdem ist es ihr selbst ebenso ergangen.

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Hermione kommentierte am 13. November 2018 um 16:27

Meint ihr, das hängt auch mit den Opfern zusammen? Oder ist das eine Wirkung von Drogen? Oder ein Traum???

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yvy kommentierte am 14. November 2018 um 10:51

Vielleicht ist es eher eine Besessenheit.

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Samantha Roke kommentierte am 11. November 2018 um 21:26

Zuerst erschien mir dieser dritte Teil beinahe trist, verglichen mit Teil 1 und 2. Dann hat Lorenzo diese Klinik gefunden, was mich zu der Hoffnung verleitete, seine Geschichte ginge in eine ähnliche Richtung, wie die Geschichten seiner Geschwister. Doch das Ende fand ich ziemlich verwirrend und deshalb auch unbefriedigend, da mir die Auflösung zu verworren und unverständlich ist. Schön ist jedoch, dass die drei Geschwister am Ende wenigstens zueinander finden nd sich verstehen.

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Hermione kommentierte am 13. November 2018 um 16:52

Ich glaube, das geht wirklich vielen hier so, dass wir das Ende verwirrend und dadurch unbefriedigend finden.

Das beruhigt mich auch ein bisschen, denn anscheinend bin ich nicht die einzige, die Fragezeichen in den Augen hat...

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FIRIEL kommentierte am 13. November 2018 um 19:01

Sei froh, dass du (noch) keine schwarzen, glänzenden Knopfaugen hast....

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dj79 kommentierte am 13. November 2018 um 20:35

Im dritten Teil wird nun erwartungsgemäß Lorenz‘ Sicht auf die Geschehnisse behandelt. Was der Vogelgott nun tatsächlich ist, ist mir trotzdem nicht so ganz klar geworden, für mich am ehesten eine Wahnvorstellung oder eine Erinnerungssequenz, der alle drei Geschwister erliegen. Angetriggert wird diese immer dann, wenn der Geruch von Aas, wie im Präparationsraum des Vaters, auftaucht. Vielleicht  empfanden sie die Präparate in ihrer Kindheit dermaßen Angst einflößend, dass sie letztlich eine Phobie vor dem Geruch sowie vor großen Vögeln entwickelt haben.

Lorenz‘ Sicht bringt nun etwas mehr Licht ins Dunkel. Wo ich anfangs eine Sekte oder Ähnliches vermutet hatte, wurde mein Fokus nun mehr in Richtung Wahn gelenkt. Parallelen zwischen den Dreien waren nun deutlicher erkennbar. So wie sich Lorenz beklagt, beim Vater zu kurz gekommen zu sein, finde ich seinen Part etwas zu wenig ausstaffiert. Bei ihm hätte ich mir noch ein intensiveres Beispiel gewünscht, ähnlich Dora, als sie wie verrückt malt. Sein Abschnitt verbindet die davor zu einem Ganzen, weshalb er wieder etwas ins Hintertreffen gerät.

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yvy kommentierte am 14. November 2018 um 10:49

Das mit dem triggernden Aasgeruch ist interessant. In die Richtung habe ich noch gar nicht gedacht.