Leserunde

Leserunde zu "Das Flüstern der Bäume" (Michael Christie)

Das Flüstern der Bäume - Michael Christie

Das Flüstern der Bäume
von Michael Christie

Bewerbungsphase: 22.10. - 05.11.
Beginn der Leserunde: 12.11. (Ende: 03.12.)

Im Rahmen dieser Leserunde stellen wir – mit freundlicher Unterstützung des Penguin Verlags – 20 Freiexemplare von "Das Flüstern der Bäume" (Michael Christie) zur Verfügung. Eine Leseprobe zum Buch findet ihr hier

Wenn ihr eines der Freiexemplare gewinnt, diskutiert ihr in der Leserunde mit, tauscht euch über eure Leseerfahrungen aus und veröffentlicht am Ende eine Rezension zum Buch. Darüber hinaus erhaltet ihr zum Abschluss der Leserunde einen Link zu einem Online-Formular, das in Kurzform weiteres Feedback zum Roman abfragt. Für die Teilnahme daran, mit der ihr euch durch eure Bewerbung einverstanden erklärt, erhaltet ihr 1.000 Community-Punkte gutgeschrieben.

Eine Familie, vier Generationen, schicksalhaft verbunden mit den Wäldern Kanadas

Jacinda Greenwood weiß nichts über ihre väterliche Familie, deren Namen sie trägt. Sie arbeitet als Naturführerin auf Greenwood Island, doch die Namensgleichheit, so glaubt sie, ist reiner Zufall. Bis eines Tages ihr Ex-Verlobter vor ihr steht. Im Gepäck hat er das Tagebuch ihrer Großmutter. Jahresring für Jahresring enthüllt sich für Jacinda endlich ihre Familiengeschichte. Seit Generationen verbindet alle Greenwoods eines: der Wald. Er bietet Auskommen, ist Zuflucht und Grund für Verbrechen und Wunder, Unfälle und Entscheidungen, Opfer und Fehler. Die Folgen all dessen bestimmen nicht nur Jacindas Schicksal, sondern auch die Zukunft unserer Wälder …

Michael Christies grandiose Familiensaga ist großes Kino: farbenprächtig, mitreißend, bewegend!

Michael Christie, in Thunder Bay, Ontario, geboren, studierte Psychologie und arbeitete in der Obdachlosenhilfe, bevor er 2011 sein Debüt, »The Beggar’s Garden«, veröffentlichte. »Das Flüstern der Bäume« ist sein zweiter Roman, der mehrfach nominiert wurde, u.a. für den bedeutendsten kanadischen Literaturpreis, den Scotiabank Giller Prize. Michael Christie lebt mit seiner Familie in einem selbst gezimmerten Holzhaus auf der Insel Galiano vor Vancouver.

03.12.2020

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 366 bis Ende

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 366 bis Ende
florinda kommentierte am 15. November 2020 um 14:47

Jössas! Ich komme mir vor, als hätte ich den Iron-Man mitgemacht, Naja, so ungefähr stelle ich mir das jedenfalls vor... Fangen wir mit dem "am unkompliziertesten abhandelbaren Punkt" an: Der Groß/Kleinschreibfehler versteckte sich dieses Mal auf S. 378: "Ich wusste, dass sie früher oder später geschnappt werden" - Sie ist Anrede, daher groß.

Berührt haben mich mehrere Stellen:

Da waren zunächst die "Underdogs", die Schuhkartons für Temple brachten, der Abschnitt "Astrein", natürlich alles, was mit Everett zu tun hatte, das Zitat über die Lebenslüge (s. Lieblingsstellenthread) und noch einige mehr, obwohl ich mir manchmal - ebenso wie bei Filmszenen oder Musiktexten - schon die Frage stelle, ob ich mich ärgern soll, weil der Autor das vermutlich in voller Absicht, möglicherweise sogar nach in einer "Schreibschule" gelerntem Rezept genau so beabsichtigte und ich ihm sozusagen auf dem Leim gegangen bin. Jedenfalls erwischte es mich hier ziemlich häufig. Natürlich kann das immer auch mit der jeweiligen momentanen privaten Situation zu tun haben oder der eigenen Geschichte. Stoff zum Nachdenken habe ich jedenfalls. - Unsympath ist Baumgartner!

Zur Geschichte an sich: Ja, alles wurde letztendlich irgendwie nachvollziehbar aufgedröselt, auch, wo der von wandagreen im letzten Leseabschnitt dankenswerterweise verratene 2. Liam herkam (schöne Idee von Willow, ihren Sohn nach Harris' Gefährten zu benennen!), aber vielleicht waren es doch etwas zu viele "Twists" und Nebenbeis wie beispielsweise Lomax in der Drogenhölle, wie gesagt, es war recht anstrengend. Oder ist es vielmehr der sprichwörtliche "Fisherman"-Effekt "Ist es zu stark, bin ich zu schwach"?

Ich freue mich jedenfalls, dass es langsam voller wird und hoffentlich ein interessanter Meinungsaustausch entsteht.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 366 bis Ende
Annegreat kommentierte am 21. November 2020 um 16:14

Dein "Iron-Man" ist schön und passt hier wirklich gut.

Ich habe das Buch gerade erst beendet und muss gedanklich erst einmal alles sortieren, fand aber auch, dass hier alles gut und nachvollziehbar erklärt wurde.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 366 bis Ende
florinda kommentierte am 21. November 2020 um 17:50

Ich konnte mich wegen "Sortierungsarbeiten" auch bisher noch nicht zu einer Rezension durchringen. Andererseits widerstrebt mir die Verzögerung, wel das Leseerlebns dadurch immer weiter zurückliegt und durch andere Eindrücke überlagert zu werden droht. Das Buch sofort noch einmal lesen (hab ich mal bei einem Stieg Larsson-Milleniumstrilogie-Band gemacht) ist hier für mich keine Option, aber vielleicht im Notfall meine hiesigen Kommentare.

Auch beschäftigt mich eine Stelle, an der Everett meint, Harris habe seinen und "Schote"s Inselaufenthalt verraten und ihm so Lomax & Konsorten auf den Hals gehetzt. Ich kann mir das nicht vorstellen. Wisst ihr, wie man die Beiden bzw, Everett dort aufspürte (Willow wurde ja von Liam auf die bei Harris' Beerdigung erwähnte Bootsfahrt mitgenommen)?

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 366 bis Ende
newra kommentierte am 21. November 2020 um 16:55

Ich habe das Buch jetzt auch beendet. Das letzte Kapitel, das uns wieder zu Jake bringt, habe ich allerdings erst heute Morgen gelesen :)

Ich hatte nicht das Gefühl, dass es zu viele Twists waren. Für mich wurde jeder Handlungsstrang konsequent zu Ende gebracht. Die Drogenhölle macht auch Sinn, schließlich ist Lomax hin und her gerissen, zwischen seinem Seitentritt und der Loyalität gegenüber seiner Familie, aber auch seinem Arbeitgeber. Ich glaube, dass wird am Anfang erwähnt, dass er sich glücklich schätzen kann, dass Holt ihn engagiert hat. Wegen seiner körperlichen Leiden und auch weil er eine Familie zu versorgen hat.

Die Schuhkarton-Szene war es auch bei mir! So ein schöner Gedanke, dass alles zurückkommt.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 366 bis Ende
florinda kommentierte am 21. November 2020 um 18:01

Ja, die Drogengeschichte machte schon Sinn, aber Lomax (der wie alle fiktiven und realen Personen ganz gewiss sein eigenes Schicksals/Sorgenpäckchen  zu tragen hatte) kam mir wie so ein "Jack-in-the-Box" schwarzes Springteufelchen vor, das immer wieder auftauchte und meinen Helden*g* bedrohte, obwohl er doch längst dank des erpressten Geldes allein oder mit Familie ab- oder von mir aus auch ins Drogenparadies hätte eintauchen können.

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newra kommentierte am 22. November 2020 um 07:57

An einer Stelle wird erwähnt, dass er Sorge hat, dass das Kind von ihm ist. Scheinbar hat er sich sehr gut um Euphemia gekümmert. Er hat ein schlechtes Gewissen seiner Frau und Kinder gegenüber und verzögert die Heimfahrt. Dann hat er sicherlich auch Skrupel sein eigenes Kind bei einem Fremden aufwachsen zu lassen, auch wenn er selbst nicht für es sorgen kann. Als er entdeckt, dass er von den Greenwood hinters Licht geführt wurde mit dem gefälschten Tagebuch sieht er rot und springt, wie du sagst, wieder aus der Box.

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florinda kommentierte am 22. November 2020 um 09:14

Stimmt, er hält es für sehr wahrscheinlich, dass es sein eigenes Kind ist. Das haate ich nicht "auf dem Schirm". Wieder ein + für die Leserunden;-)

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newra kommentierte am 22. November 2020 um 09:57

Ja, es ist doch etwas anderes, wenn man sich nochmal austauschen kann und nicht im Stillen von einem Buch zum nächsten springt ;) 

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Sigrid kommentierte am 16. November 2020 um 21:04

Ich habe das Buch auch durchgelesen. Mir hat es gut gefallen. Am Anfang musste man die vielen Erzählwechsel verarbeiten, aber dann ging es gut. Und Jake haben wir ja dann zum Schluß auch wieder erleben können. Sie kommt doch gut nach Everett - obwohl sie ja nun nicht verwandt sind. Aber ihre Aktion mit Gottes Mittelfinger (ich fand die Namensgebung klasse) hätte auch zu ihm gepasst.

Diese Familie oder die einzelnen Protagonisten (war ja nun mal keine Familie) waren wirklich interessante Persönlichkeiten. Niemand hat aber ein wirklich "normales" und ruhiges Leben gehabt, warum auch immer. Mal von sich heraus - mal von Außen beeinflusst (z.B. Krieg). Aber egal was passiert - die Bäume waren schon da oder spielten eine wichtige Rolle. Sie sind eben länger da als wir Menschen. Auch wenn viele natürlich kein hohes Baumalter erreichen. Das Buch ist wirklich eine Baumgeschichte..... und Familien sind wirklich wie Bäume, mit ihren vielen Verästelungen und Empfindungen.

Das Leben der Protagonisten zu verfolgen, war sehr spannend. Ich fand ihre Entscheidungen eigentlich für sich gesehen immer sehr schlüssig. Und sehr interessant, was sich daraus entwickeln kann.Allerdings ist in meinen Augen keiner richtig glücklich geworden - denn irgendetwas war immer. Auch wenn sie zeitweise glücklich waren, es gab immer ein Hindernis.

Doch, das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte zwar irgendwie was anderes erwartet, aber es hat mich sehr angesprochen und auch nachdenklich gemacht.

 

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florinda kommentierte am 16. November 2020 um 21:09

Hast DU verstanden, was es auf dem Baumscheibenquerschnittsbild S. 7/8 mit diesem "Einschluss" im Osten bei 15/16 Uhr etwa auf sich hat?

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 366 bis Ende
newra kommentierte am 21. November 2020 um 17:22

Hallo Florinda, ich glaube, ich hätte den Makel als Metapher dafür gesehen, dass es in jedem Leben Höhen und Tiefen gibt. Man sieht es auch gut an jedem der Charaktere, jeder hat Schicksalsschläge hinter sich gebracht und ist gezeichnet, entweder von seinen eigenen Handlungen oder den Konsequenzen aus den Handlungen Anderer. Diese Schicksalssschläge machen uns Menschen aus, da wir dadurch eine Entwicklung durchlaufen. Wir lernen damit zu leben und uns anzupassen. Ähnlich wie die Bäume, die Jahr um Jahr eine neue Schicht umlegen und das alte Leiden einschließen.

"Jahr um Jahr, Schicht um Schicht (...) durch Dürre und Stürme, Krankhehit und Stress hindurch (...).Jeder Baum wird von seiner eigenen Geschichte aufrecht gehalten." (S. 541)

Ich bin aber gespannt, was sonst eure Interpretationen hierzu sind :)

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Sigrid kommentierte am 21. November 2020 um 17:46

Hi, nein  - eigentlich nicht. Habe gerade mal das Jahr 2008 nachgelesen. Aber da finde ich jetzt auch nichts.

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Myrna kommentierte am 22. November 2020 um 13:32

@florinda, ich habe Dir dazu im Teil I eine Erklärung geschrieben, was ich denke, was es bedeutet. Dort kannst Du es nachlesen.

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Annegreat kommentierte am 21. November 2020 um 16:16

Auch wenn sie zeitweise glücklich waren, es gab immer ein Hindernis.

Das fand ich sehr authentisch, das Leben besteht aus Hindernissen und trotzdem kann man glücklich sein.

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Sigrid kommentierte am 22. November 2020 um 20:12

Hier kann ich dir nur zustimmen: das Leben ist oft voller Hochs und Tiefs und man muss Entscheidungen treffen. Manchmal haben nunmal auch die kleinsten Entscheidungen Folgen, die man nicht voraussehen kann. Aber wie gesagt: C´est la vie!!

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newra kommentierte am 21. November 2020 um 16:58

Mich hat ihre Reaktion, die dazu geführt hat, dass sie den Baum schließlich gefällt hat, sehr an Willow erinnert. Sie schlägt alles Geld aus, das ihr ggf. zustehet oder das sie sich erstreiten kann. Ähnlich wie Willow kämpft sie für das, was sie als richtig erachtet ungeachtet der Konsequenzen für sich persönlich.

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Annegreat kommentierte am 19. November 2020 um 21:47

Ich habe gerade erst mit dem dritten Abschnitt begonnen, aber direkt zu Beginn S. 382 einen so wahren und genialen Satz entdeckt, den musste ich schon mal loswerden:

 

“Wissen Sie, was ich nicht verstehe?”, sagt Lomax nach einer Weile. “Sie haben alles getan, um sie loszuwerden. Und dann haben Sie alles getan, um sie zu behalten. Das ergibt keinen Sinn.”

“Menschen ergeben nie Sinn”, sagt Everett. “Merken Sie das jetzt erst?”

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Annegreat kommentierte am 21. November 2020 um 16:10

Wie schon zu erwarten kehren wir in der Geschichte wieder zu Jacinda zurück. Diesen Aufbau – analog zu den Jahresringen der Bäume - finde ich total gut gelungen. Alle Ereignisse – die Familie, die Bäume, die Pflanzen und die gesamte Natur – sind miteinander verbunden und verwoben und Jacinda hat eine Menge über ihre Familie erfahren.

 

Das Leben der Protagonisten war interessant und spannend zu lesen.

Allerdings weiß ich gar nicht so richtig, wo ich das Buch einsortieren soll.

Dystopie ? Familiengeschichte ? Abenteuerroman ? Liebesgeschichte ? Krimi ?

Irgendwie hat es von allem etwas, ein interessanter Mix, der mir gut gefallen hat.

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 366 bis Ende
newra kommentierte am 21. November 2020 um 17:12

Jeder Charakter hat sein Päckchen zu tragen. Jeder erfährt Leid und Freude und muss eine Entscheidung für sich und seine Zukunft treffen. Mir hat jede einzelne Geschichte dieser Personen gefallen. An erster Stelle kommen natürlich, Everett und Liam (Jakes Vater). Aber auch Willow und Harris, Temple und Liam (der Beschreiber) und sogar Lomax und Euphemia. Gerade bei den zuletzt genannten hat mir gefallen, wie sich der Kreis am Ende geschlossen hat und das Handeln dieser Personen erklärt wurde.

Der letzte Abschnitt lebt für mich von dem Showdown um Everett und Willow. Hier ging mir besonders die Szene mit Harris und Liam nahe. Harris, der seinen Bruder verrät, weil er sein Glück über das seines Bruders stellt und schließlich alles verliert. Nur Willow nicht. Ich hatte mich eingangs verwundert, was hinter den Charakterzügen von Harris steckt und habe hier die Erklärung gefunden.

Ich muss auch gestehen, dass ich verwundert war, dass Liam auf die Hintertür in der gemeinsamen Hütte bestanden hat und habe hier eher an einen Varrat durch Liam gedacht, aber die Hintertür sollte nicht ihm einen Ausweg geben, sondern Everett und somit auch in gewisserweise Harris. Denn ohne diese Hintertür hätte er zweifelslos den Mord seines Bruders auf dem Gewissen.

Schöne Bilder waren, wie oben schon genannt, die Hilfsgüter für die gestrandete Temple, aber auch die Ahornschösslinge, die dem Sturm getrotzt haben und einen Neuanfang und Hoffnung symbolisieren. Auch die Szenen, in denen die Brüder über das Funkgerät miteinander kommunizieren und sich vergeben, wie später dann auch Willow und Harris, fand ich gelungen. Hach es gab einfach so schöne viele Momente im letzten Abschnitt, ich kann gar nicht alle aufzählen :)

Thema: Lektüre, Teil III; Seite 366 bis Ende
Myrna kommentierte am 22. November 2020 um 14:09

Nun habe ich auch den dritten Teil gelesen. Heftig, was da wieder alles passiert. Harris mit Feeney in der Hütte auf Greenwood Island, in der dann später schließlich Everett mit Willow für eine gewisse Zeit leben.

Interessant fand ich, dass Everett bei seiner Verhaftung angibt, er habe das Kind getötet und dafür diese lange Haftstrafe auf sich nimmt. Er wollte sie wohl bewahren und verhindern, dass sie zu Holt kommt. Feeney holte ja dann die Vorratskiste, in der Willow war - das muss zeitnah passiert sein, sonst hätte Willow nicht überlebt.

Man erfährt in diesem Teil vieles und alles fügt sich zusammen. Sogar der medizinische Begriff für Harris' Augenkrankheit wird genannt.

Ich hatte einen sehr positiven Eindruck von Liam Feeney. Willow hatte wohl berechtigte Gründe, ihren Sohn nach ihm zu benennen - er hat sie ja gerettet.

2008 ist "das Jahr des Sterbens": Harris stirbt (1974), Temple stirbt, Liam stirbt, Everett stirbt. Irgenwie ist das etwas Endendes. Die innige Beziehung zwischen Temple und Everett fand ich sehr schön, das hat mich für die Beiden gefreut.

Erstaunt war ich dann über das Tagebuch. Mr. Holts große Angst vor irgendwelchen Enthüllungen schien mir völlig umsonst...

Gefreut hat mich auch, dass Jake Silas einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Ich war übrigens entsetzt, wie dieser Davidoff (und seine Chefs) mit den Mitarbeitern auf Greenwood Island umgegangen ist - unglaublich, dass Knut nicht mal seine eigenen Sachen mitnehmen durfte, als er gehen musste, diese dann aber verbrannt wurden! Solche Zukunftsbilder wünsche ich mir in der Realität nicht!

Wirklich, ein Buch, dass mich zutiefst gefesselt und bewegt hat. Ich muss das sacken lassen, bevor ich die Rezension schreibe...