Neuvorstellungen

Neue Woche, neue Bücher # 37: Frischer Lesestoff!

Nach über drei Jahrzehnten erscheint in dieser Woche die Fortsetzung von "Der Report der Magd". Eine Nominierung für den Booker-Preis und hymnische Kritiken gab es bereits vorab und ähnlich wie beim Erscheinen der Harry-Potter-Bücher werden sämtliche Londoner Buchhandlungen am 10.09. bereits um Mitternacht ihre Türen öffnen, um den Verkauf der Erstausgabe zu starten.

Habt ihr den ersten Teil gelesen oder die Serien-Adaption auf der Streaming-Plattform Hulu gesehen? Außerdem erscheinen in den nächsten sieben Tagen ein neuer Roman von Isabel Bogdan ("Laufen"), der Deutsche-Buchpreis-Anwärter "Schutzzone" von Nora Bossong sowie ein neues Buch von Stephen King, dem Großmeister des Horrors ("Das Institut"). 

Ist etwas für eure Wunschliste dabei?

Die Zeuginnen

Die Zeuginnen - Margaret Atwood

"Und so steige ich hinauf, in die Dunkelheit dort drinnen oder ins Licht." - Als am Ende vom "Report der Magd" die Tür des Lieferwagens und damit auch die Tür von Desfreds "Report" zuschlug, blieb ihr Schicksal für uns Leser ungewiss. Was erwartete sie: Freiheit? Gefängnis? Der Tod? Das Warten hat ein Ende! Mit "Die Zeuginnen" nimmt Margaret Atwood den Faden der Erzählung fünfzehn Jahre später wieder auf, in Form dreier explosiver Zeugenaussagen von drei Erzählerinnen aus dem totalitären Schreckensstaat Gilead. "Liebe Leserinnen und Leser, die Inspiration zu diesem Buch war all das, was Sie mich zum Staat Gilead und seine Beschaffenheit gefragt haben. Naja, fast jedenfalls.Die andere Inspirationsquelle ist die Welt, in der wir leben."

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Das Institut

Das Institut - Stephen King

In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich in der Vorderhälfte des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe in der "Hinterhälfte" verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen.

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Schutzzone

Schutzzone - Nora Bossong

Nach Stationen bei der UN in New York und Burundi arbeitet Mira für das Büro der Vereinten Nationen in Genf. Während sie tagsüber Berichte über Krisenregionen und Friedensmaßnahmen schreibt, eilt sie abends durch die Gänge der Luxushotels, um zwischen verfeindeten Staatsvertretern zu vermitteln. Bei einem Empfang begegnet sie Milan wieder, in dessen Familie sie nach der Trennung ihrer Eltern im Frühjahr 94 einige Monate gelebt hat. Die Erinnerungen an diese Zeit, aber auch Milans unentschiedene Haltung zwischen gesuchter Nähe und schroffer Zurückweisung überrumpeln und faszinieren sie zugleich. Als ihre Rolle bei der Aufarbeitung des Völkermords in Burundi hinterfragt wird, gerät auch Miras Souveränität ins Wanken, ihr Glaube, sie könne von außen eingreifen, ohne selbst schuldig zu werden.

Was bedeuten Vertrauen und Verantwortung? Wie greifen Schutz und Herrschaft ineinander? Wie verhält sich Zeugenschaft zur Wahrheit? Und wer sitzt darüber zu Gericht? Hellsichtig und teilnahmsvoll geht Nora Bossong in ihrem virtuosen Roman diesen Fragen nach - in privaten Beziehungen wie auf der großen politischen Bühne - und setzt den Konflikten der Vergangenheit die Hoffnung auf Versöhnung entgegen.

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Das Duell

Das Duell - Volker Weidermann

Der Dichter und sein Kritiker - eine wechselvolle Fehde und ein großes Stück deutscher Geschichte.
Die "Zwangsehe", wie Günter Grass sie einmal nannte, wurde offiziell am 1. Januar 1960 geschlossen: An diesem Tag besprach der damals 39-jährige Kritiker Marcel Reich-Ranicki "Die Blechtrommel" des gerade 32-jährigen Autors. Er verriss den Roman. Und so begann das wechselhafte, von Rivalität wie Respekt getragene Verhältnis der beiden herausragenden Protagonisten der deutschen Nachkriegsliteratur.
1958 waren sie sich schon einmal im Warschauer Hotel Bristol begegnet - und hatten beide bereits ein Leben hinter sich: Der eine war bei der Waffen-SS gewesen, der andere Überlebender des Warschauer Ghettos. Doch beide einte ihre große Liebe zur deutschen Literatur und ihr unbedingter Wille, ihr weiteres Leben dieser Literatur zu widmen. Und so lagen über ein halbes Jahrhundert der Auseinandersetzungen, zahlreiche Romane und Verrisse, Liebeserklärungen und Wut vor ihnen.
Volker Weidermann erzählt so farbig wie schillernd von der wechselseitigen Abhängigkeit von "MRR" und "GG", von Streit und Nähe, Empörung und Entspannung. Davon, wie auf den großen Eklat 1995, als Reich-Ranicki auf dem berühmt gewordenen Titelbild des Spiegels "Das weite Feld" von Grass buchstäblich zerreißt, 2003 ein versöhnliches Treffen folgt. Zugleich aber weitet Weidermann seine fulminante Doppelbiografie der beiden Könige der deutschen Nachkriegsliteratur zu einem grandiosen Panorama, in dem sich die Geschichte des 20. Jahrhunderts spiegelt.

Schicksal und Gerechtigkeit

Schicksal und Gerechtigkeit - Jeffrey Archer

London 1979: William Warwick, Sohn des einflussreichen Anwalts Sir Julian, hat seit Kindheitstagen einen Traum: Er möchte sich den Weg vom Streifenpolizisten zum Commissioner erkämpfen. Durch nichts lässt er sich von diesem Vorhaben abbringen. Im September 1982 tritt William Warwick seinen Dienst an - und entdeckt die Welt der Londoner Straßen, der einfachen Leute. Eine Welt, die William völlig neu ist. Zum ersten Mal erfährt er die bitteren Seiten des Lebens. Aufgrund seiner Kenntnisse wird der Kunstliebhaber William zum Dezernat für Kunstfälschung versetzt und gerät in den Bannkreis eines der größten Gemäldefälscher seiner Zeit. Im Zuge der Recherchen lernt William die hübsche und schlagfertige Beth Rainsford kennen. Zwischen beiden entbrennt eine leidenschaftliche Romanze und William fühlt, dass Beth die Frau seines Lebens ist. Doch ein Geheimnis umgibt sie und wirft Schatten auf die junge Liebe. William sieht sich vor die schwerste Aufgabe seines Lebens gestellt ...

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Tage des Verlassenwerdens

Tage des Verlassenwerdens - Elena Ferrante

Olga ist achtunddreißig und verheiratet, sie hat zwei Kinder, eine schöne Wohnung in Turin und ein Leben, das solide auf familiären Gewissheiten und kleinen Ritualen ruht. Seit fünfzehn Jahren führt sie eine glückliche Ehe. Zumindest denkt sie das. Bis ein einziger Satz alles zerstört. Der Mann, mit dem sie alt zu werden hoffte, ihr geliebter Mario, will nichts mehr von ihr wissen, er hat eine Andere, eine zwanzig Jahre Jüngere. Alleingelassen mit den Kindern und dem Hund fällt Olga in einen dunklen Abgrund, dessen Existenz sie vorher nicht einmal hat erahnen können.

Was geht in einer Frau vor, die plötzlich vor den Trümmern ihrer Ehe steht? Einer Frau, die sich immer für ausgeglichen, stark und selbstbewusst gehalten hat? Elena Ferrante erzählt uns eine ganz alltägliche Geschichte als wortgewaltige Tragödie - davon, wie es ist, bei glasklarem Verstand in den Wahnsinn abzurutschen.

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Laufen

Laufen - Isabel Bogdan

Isabel Bogdan überrascht mit einem Roman über eine Frau, die nach einem Schicksalsschlag um ihr Leben läuft.
Eine Ich-Erzählerin wird nach einem erschütternden Verlust aus der Bahn geworfen und beginnt mit dem Laufen. Erst schafft sie nur kleine Strecken, doch nach und nach werden Laufen und Leben wieder selbstverständlicher. Konsequent im inneren Monolog geschrieben, zeigt dieser eindringliche Roman, was es heißt, an Leib und Seele zu gesunden. Isabel Bogdan, deren Roman "Der Pfau" ein großer Bestseller wurde, betritt mit diesem Buch neues Parkett.
Eine Frau läuft. Schnell wird klar, dass es nicht nur um ein gesünderes oder gar leichteres Leben geht. Durch ihre Augen und ihre mäandernden Gedanken erfährt der Leser nach und nach, warum das Laufen ein existenzielles Bedürfnis für sie ist. Wie wird man mit einem Verlust fertig? Welche Rolle spielen Freunde und Familie? Welche Rolle spielt die Zeit? Und der Beruf? Schritt für Schritt erobert sich die Erzählerin die Souveränität über ihr Leben zurück.
Isabel Bogdan beschreibt mit großem Einfühlungsvermögen und einem ganz anderen Ton den Weg einer Frau, die nach langer Zeit der Trauer wieder Mut fasst und ihren Lebenshunger und Humor zurückgewinnt.

Auf dem Seil

Auf dem Seil - Terézia Mora

Ist das Leben ein ewiger Balanceakt? Darius Kopp drohte an seinem Unglück zu zerbrechen. Drei Jahre sind vergangen, seit seine Frau Flora, seine große Liebe, gestorben ist. Der IT-Experte ist mit Floras Asche durch Europa gereist und schließlich auf Sizilien gelandet. Dort taucht eines Tages unverhofft seine 17-jährige Nichte auf. Das Mädchen ist allein unterwegs und weicht ihm nicht mehr von der Seite. Lorelei braucht Darius' Hilfe - und er die ihre. Mit ihr geht er zurück nach Berlin. Und lernt, sein Glück daran zu messen, was man durch eigenen Willen verändern kann - und was nicht.

Nachts ist unser Blut schwarz

Nachts ist unser Blut schwarz - David Diop

"Wie ein Tornado nimmt uns dieser kraftvolle, hypnotische Text mit. Atemberaubend!" L'Humanité

Alfa Ndiaye kämpft im Ersten Weltkrieg an der Seite der Franzosen gegen die Deutschen - ein "Schokosoldat" wie die Kameraden ihn nennen. Als Alfas geliebter Kindheitsfreund in seinen Armen verblutet, wird er von Wut und Rache gepackt. Wie ein Wahnsinniger zieht er mit seiner Machete über das Schlachtfeld und kehrt jeden Abend mit einem Gewehr des Feindes samt abgetrennter Hand zurück. Erst bewundern ihn die anderen, dann fürchten sie den Wilden und wenden sich ab. David Diop hinterfragt die Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten und verlagert das Grauen des Krieges ins tiefste Innere. Die Stimme von Alfa Ndiaye betört und verstört. Ein archaischer Roman von unvergleichlicher literarischer Kraft.

"David Diop ruft uns mit archaischer Wucht die Vergessenen eines grausamen Krieges ins Gedächtnis. Ein großes Buch, das lange nachwirkt." Julia Schoch

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Luzies Erbe

Luzies Erbe - Helga Bürster

Einen Schritt vor, zwei zurück: Die fast hundertjährige Matriarchin Luzie Mazur hat sich Zeit gelassen mit dem Sterben. Doch nun ist sie doot bleeven, und hinterlässt ihrer Familie kaum mehr als einen abgewetzten Koffer voller Erinnerungen auf dem Kleiderschrank und fast ein Jahrhundert "Mazur'sches Schweigen", das besonders ihrer Enkelin Johanne, selbst längst in ihren Fünfzigern, in den Ohren dröhnt. Es lässt ihr keine Ruhe, was damals war, als ihre junge Großmutter Luzie Krusenbusch sich in den "Fremdarbeiter" Jurek verliebt hat. Johanne will endlich Frieden machen mit der Geschichte ihrer Familie und dem bis in die Gegenwart andauernden Getuschel der Leute im Dorf. Und sie will mehr über "ihn" erfahren, Luzies große Liebe Jurek, eine Liebe, die nicht sein durfte, weil da ein Krieg wütete, der der Liebe einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen wollte.
Helga Bürster erzählt wunderbar leicht und dabei doch tief bewegend davon, wie ein Schicksal die Jahrzehnte überdauert, wie das Schweigen über die Vergangenheit eine Familie überschattet. Sie erzählt von vier Generationen starker Frauen - und davon, dass es für Versöhnung nie zu spät ist.

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Die Puppe im Grase

"Die besten Märchen, die es gibt." Jacob Grimm

Das neue Werk aus Kat Menschiks Reihe der Lieblingsbücher.

Kleine Puppen locken Königssöhne ins hohe Gras, Handwerker überlisten mithilfe von Nüssen den Teufel und ein Huhn rettet die Erde vor dem Vergehen. Eine Welt jenseits des Alltages wartet darauf, neu entdeckt zu werden. Was Jacob und Wilhelm Grimm für Deutschland waren, waren Peter Christen Asbjørnsen und Jørgen Moe für Norwegen. Die Seele eines Landes ist fest verankert in den Geschichten, die sich seine Bewohner über Generationen hinweg abends erzählten.

Sie erweckten mit ihren Erzählungen eine phantastische und zugleich raue Welt zum Leben, die einerseits geprägt war von Moral und Sittenlehre und andererseits von Sehnsüchten und den Träumen der einfachen Menschen. Nördlich des Skagerraks entstand dabei ein Universum, mystisch, makaber, faszinierend und so reich an sprachgewaltigen Bildern, dass sie auch heute noch Lesende sofort in ihren Bann zu ziehen vermögen. In diesem Werk gestaltet Kat Menschik für eine Auswahl ihrer Lieblingsmärchen einzigartige, wunderschöne Illustrationen. So entsteht eine Reise in die unweite Vergangenheit, die die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion für einen Augenblick aufhebt und den Leser Teil der Sagen eines entfernten und doch so nah wirkenden zauberhaften Kosmos sein lässt.

Das Vermächtnis unsrer Väter

Das Vermächtnis unsrer Väter - Rebecca Wait

"Er war sich nicht sicher, wie viele andere um ihn herum die absolut falsche Entscheidung getroffen hatten und dann damit leben mussten. Für immer gebrandmarkt von ihrer eigenen Schuld, von der nur sie wussten."

Manche Dinge kann man einfach nicht begreifen, egal wie viel Zeit vergangen ist. Dazu zählt das unsägliche Verbrechen, das sich vor zwanzig Jahren auf einer kleinen Insel der schottischen Hebriden ereignet hat. Als der einzige Zeuge dieser Tat plötzlich wieder auf der Insel auftaucht, sorgt das für viel Aufregung. Verdrängte Erinnerungen und Schuldgefühle kehren zurück und mit ihnen die Befürchtung, dieser junge Mann könnte noch eine Rechnung offen haben.

Liebestölpel

Liebestölpel - Peter Wawerzinek

Über den tollpatschigen Versuch, mit der widerspenstigen Sache namens Liebe klarzukommen.
Peter Wawerzineks umwerfender Roman über Lebenslieben und -lügen, Familiensehnsucht und -flucht. Und über das Festhalten und Verschwinden. Erzählt in einer musikalisch-bildreichen Sprache, wie dies nur Peter Wawerzinek kann.
"Die Liebe, ach Junge, besser du lässt die Finger davon", hatte sein Opa ihn gewarnt, da war er gerade vierzehn. Menschen wie sie könnten da nur Schiffbruch erleiden. Wären sie Vögel, so der Opa weiter, dann würden sie zur Spezies der Trottellummen gehören. Trottellummen seien in der Luft grandiose Segler. Doch beim Landeanflug offenbare sich ihr eigentliches Problem: Da seien sie plötzlich unbeholfen, wirkten fast schon trottelig. Und das setze sich dann bei Paarung, Nestbau und Brutpflege nur noch fort. Trottellummen, so der Opa, neigten zu kompliziertem Beziehungsverhalten.
Als der Opa dies erklärte, konnte der Ich-Erzähler in Peter Wawerzineks Roman Liebestölpel noch nicht wissen, dass er tatsächlich gerade kurz davor stand, seine erste amouröse Bruchlandung hinzulegen: Seine Kindheitsfreundin Lucretia, mit der er seit seinem dritten Lebensjahr fast jede Minute verbrachte, wird sich bald darauf lieber mit dem Fleischergesellen statt mit ihm treffen. Ja schlimmer noch, ohne jede Vorwarnung wird sie einfach von einem Tag auf den anderen verschwinden.

Archiv der verlorenen Kinder

Archiv der verlorenen Kinder - Valeria Luiselli

Eine Familie aus New York bricht zu einer Reise auf. Das Ziel ist Apacheria, das Land, in dem einst die Apachen zu Hause waren. Gleichzeitig sind Tausende von Kindern aus Südamerika auf dem Weg in den Norden. Meisterhaft verknüpft Archiv der verlorenen Kinder Reise und Flucht zu einem vielschichtigen Roman voller Echos und Reflektionen.
Eine Mutter, ein Vater, ein Junge und ein Mädchen packen in New York ihre Sachen ins Auto und machen sich auf in die Gegend, die einst die Heimat der Apachen war. Sie fahren durch Wüsten und Berge, machen Halt an einem Diner, wenn sie Hunger haben, und übernachten, wenn es dunkel wird, in einem Motel. Das kleine Mädchen erzählt Witze und bringt alle zum Lachen, der Junge korrigiert jeden, der etwas Falsches sagt. Vater und Mutter sprechen kaum miteinander.
Zur gleichen Zeit machen sich Tausende von Kindern aus Zentralamerika und Mexiko nach Norden auf, zu ihren Eltern, die schon in den USA leben. Jedes hat einen Rucksack dabei mit einem Spielzeug und sauberer Unterwäsche. Die Kinder reisen mit einem Coyote: einem Mann, der ihnen Angst macht. Sie haben einen langen Marsch vor sich, für den sie sich Essen und Trinken einteilen müssen. Sie klettern auf Züge und in offene Frachtcontainer. Nicht alle kommen bis zur Grenze.
Mit literarischer Virtuosität verknüpft Valeria Luiselli Reise und Flucht zu einem vielschichtigen Roman voller Echos und Reflektionen, zu einer bewegenden und brandaktuellen Geschichte darüber, was Flucht und was Menschlichkeit bedeuten in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist.

Was man sät

Was man sät - Marieke Lucas Rijneveld

Kurz vor Weihnachten bemerkt die zwölfjährige Jas, dass der Vater ihr Kaninchen mästet. Sie ist sich sicher, dass es dem Weihnachtsessen zum Opfer fallen wird. Das darf nicht passieren. Also betet Jas zu Gott, dieser möge ihren älteren Bruder anstelle des Kaninchens nehmen. Am selben Tag bricht ihr Bruder beim Schlittschuhlaufen ins Eis ein und ertrinkt. Die Familie weiß: Das war eine Strafe Gottes, und alle Familienmitglieder glauben, selbst schuld an der Tragödie zu sein. Jas flieht mit ihrem jüngeren Bruder Obbe und ihrer Schwester Hanna in das Niemandsland zwischen Kindheit und Erwachsensein, in eine Welt voll okkulter Spiele und eigener Gesetze, in der die Geschwister immer mehr den eigenen Sehnsüchten und Vorstellungswelten auf die Spur kommen.
Was bedeuten Familie, Glaube, Zusammenhalt? Wie kann man anderen beistehen, wenn man mit den eigenen Dämonen zu kämpfen hat? Marieke Lucas Rijneveld hat einen gewagten, einen kräftigen und lebendigen Roman geschrieben, der unsere innersten Gewissheiten hinterfragt.

Wer heute lügt, ist morgen tot

Wer heute lügt, ist morgen tot - Thomas Enger

Deine Freundin ist tot und du stehst unter Mordverdacht ...

Der 18-jährige Evan wird über Nacht vom Schulschwarm zum Verdächtigen. Seine Freundin und ein Bandkollege werden nach dem Schulfest tot aufgefunden. Sie hat gerade mit ihm Schluss gemacht, er sich mit Evan gestritten. Als ein belastendes Video auftaucht und Evans Alibi infrage stellt, hält jeder in seinem Heimatort ihn für den Täter. Um seine Welt vor dem endgültigen Einsturz zu bewahren, sucht Evan nach dem wahren Täter. Doch dann geschieht ein weiterer Mord ...

Todeslügen

Todeslügen - Olivia Kiernan

Steckt in jedem Menschen ein Killer?

In einer Kirche werden zwei Leichen gefunden, ein Mann und eine Frau, brutal ermordet. Der Mann trägt das Priestergewand, doch er ist nicht der Priester. Detective Frankie Sheehan muss den Mörder finden. Angst geht um, denn vor kurzem ist der Doppelmörder Sean Hennessy aus dem Gefängnis entlassen worden. Er wurde vor fünfzehn Jahren für den Mord an seinen Eltern und den Mordversuch an seiner Schwester verurteilt. Nun ist er frei und will seine Unschuld beweisen. Doch plötzlich geschieht ein weiterer Mord. Der Tote war Journalist und hatte damals über den Hennessy-Fall berichtet. Ist Sean Hennessy wirklich unschuldig? Was ist damals tatsächlich passiert? Und wer ist der Mörder, der Dublin nun in Angst versetzt?

Rezensionen zu diesem Buch von:

Quendel 2 - Windzeit, Wolfszeit

Die lang ersehnte Fortsetzung der Quendel-Saga +++ Perfekt für Hobbit-Leser +++ Sprachgewaltig: Diese neue Stimme in der Fantasy sorgt für Begeisterung! +++

Wegschauen schützt vor Unheil nicht ... Obwohl sich in einer schrecklichen Nacht die Grenzen zu einer anderen Welt zu öffnen schienen und etliche Bewohner des Hügellands zu Schaden gekommen sind, kehren die unverbesserlichen Quendel gleich darauf zu ihrem gewohnten Leben zurück, als wäre nichts geschehen. Vergeblich mahnt Odilio die Bewohner des Hügellandes zu erhöhter Wachsamkeit und erinnert an die alten Sagen und Legenden. Doch kaum einer hört auf ihn und so sind die Quendel großteils unvorbereitet, als das Unheil tatsächlich erneut zuschlägt, ärger noch als zuvor ...

Kommentare

kingofmusic kommentierte am 09. September 2019 um 15:46

Oh, diese Woche landet einiges auf meinem Wunschzettel - als da wären

- Die Zeuginnen (ich will demnächst "Report der Magd lesen"; wenn mir selbiges nicht gefällt, kommen "Die Zeuginnen" halt wieder runter *g*)

- Die Schutzzone

- Das Duell

- Die Puppe im Grase

- Archiv der verlorenen Kinder

naibenak kommentierte am 10. September 2019 um 08:47

Es wird dir gefallen! Definitiv ;-)

Die Zeuginnen landen auch auf meiner WuLi. Mehr nicht. Weil ich lieber gar nicht erst genauer hinsehen will :D Da sind nämlich schon so viele Longlist-Bücher in der Pipeline, die ich gern lesen würde... das langt vorerst ;-)

Elchi130 kommentierte am 09. September 2019 um 16:00

Das Buch von Thomas Enger und der erste Teil von Quendel sind auf die Liste gewandert...

Frau.mit.Hut kommentierte am 09. September 2019 um 16:50

  • Tage des Verlassenwerdens von Elena Ferrante

  • Luzies Erbe von Helga Bürster

  • Wer heute lügt, ist morgen tot von Thomas Enger

  • Todeslügen von Olivia Kiernan

Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 09. September 2019 um 17:09

zwei Bücher sind diesmal dabei, die ich unbedingt haben muss,  da brauchte ich noch nicht mal den Klappentext zu lesen :

Magaret Atwood  Die Zeuginnen (Testaments) und Stephen King  Das Institut

Die Puppe im Grase wandert auch ins Regal. ich glaube das Titelmärchen kenne ich sogar

Leia Walsh kommentierte am 09. September 2019 um 17:12

Der neue King liegt schon hier und ich freu mich drauf, aber zuerst muss ich noch zwei andere Bücher beenden. Dann aber ...!

Brontë kommentierte am 09. September 2019 um 17:15

Das Duell!

 

Emswashed kommentierte am 09. September 2019 um 17:15

Also die Zeuginnen brauche ich auch ganz dringend auf meinen Lesestapel!

Emswashed kommentierte am 09. September 2019 um 17:19

Ui, vor lauter Freude über Atwood hätte ich beinahe das Duell übersehen. Das brauch ich natürlich auch.

wandagreen kommentierte am 09. September 2019 um 17:58

Ich werde Laufen lesen und Das Duell der Giganten großzügig Ems überlassen.

Emswashed kommentierte am 09. September 2019 um 18:12

Ja, keiner spannt mir Grass aus! ;-))

FIRIEL kommentierte am 09. September 2019 um 18:17

Eine Woche mit vielen, vielen interessanten Büchern und großen Namen!

Von Atwood, Bogdan, Ferrante, King, Mora, Wawerzinek habe ich schon etwas gelesen; diese Bücher landen sofort auf der Suchliste für die Bibliothek.

Bossong steht schon drauf (wegen der Nominierung zum Deutschen Buchpreis), Rijneveld klingt interessant, Luiselli würde ich mir gern näher ansehen. Und norwegische Märchen möchte ich auch  lesen! 

Meine Liste wird verflixt lang. Das heißt aber auch, dass ich bei jedem Besuch in der Bibliothek ein Buch oder auch mehrere Bücher finde und mich freuen kann.

Adlerauge kommentierte am 09. September 2019 um 18:40

 Laufen von Isabell Bogdan kommt direkt auf meiner Wunschliste !

hobble kommentierte am 09. September 2019 um 20:21

Die Fortsetzung des Report der Magd würd ich gern lesen

wiechmann8052 kommentierte am 09. September 2019 um 20:57

Das Duell und Die Zeuginnen unbedingt das Wochenende wird teuer

Arbutus kommentierte am 09. September 2019 um 22:05

Hier sind eine ganze Menge faszinierend klingender Sachen dabei, aber ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich momentan einige Titel von meinem SUB bevorzuge ...

Elisabeth Bulitta kommentierte am 10. September 2019 um 08:49

"Die Zeuginnen" und "Laufen" würden mich interessieren.

wandagreen kommentierte am 10. September 2019 um 08:51

Oho, das Institut würde ich auch lesen - gelegentlich ein bisschen Trash kann nicht schaden ..

Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 10. September 2019 um 10:32

King ist kein Trash ,sondern Kult , Lebensgefühl kann man bei Horror ja nicht sagen : )  .außerdem ist er ein sehr guter Erzähler, halt lit. nicht anspruchsvoll 

wandagreen kommentierte am 10. September 2019 um 11:05

Sag ich doch. Trash.

Gittenen Bücherfresserchen kommentierte am 10. September 2019 um 12:54

Haha, irgendwann gehen wir doch noch vor die Tür ; )

Ridata kommentierte am 10. September 2019 um 09:30

Diese Woche sind ein paar ganz interessante Bücher dabei, am meisten würde mich "Die Zeuginnen" interessieren.

westeraccum kommentierte am 10. September 2019 um 13:30

Atwood muss sein und "Laufen" liegt auf meinem SuB.

mikemoma kommentierte am 10. September 2019 um 15:36

Diese Woche landen folgende Bücher auf meiner Wunschliste:
- Das Institut
- Wer heute lügt ist morgen tot
- Todeslügen

wandagreen kommentierte am 11. September 2019 um 08:27

MIr würden die letzten beiden Titel so besser gefallen:

Wer heute tot ist, lügt morgen nicht mehr und
Lebenslügen.

Klänge das nicht viel positiver? ;-)

 

Brocéliande kommentierte am 11. September 2019 um 11:09

upps, da ist vieles dabei, was mich sehr interessiert - die Lese - ähem Lebenszeit dazu aber wohl nicht in allen Fällen ausreichen könnte:

- Luzies Erbe

- Atwood (und den Vorgänger, auch noch nicht gelesen - Die Magd)

- QUENDEL!!! (*lechz*)....

- Das Vermächtnis unsrer Väter 

- Bogdan - Laufen

ooojeeeh, wann soll frau das alles nur lesen??

bromer65 kommentierte am 11. September 2019 um 12:33

Diese Woche passe ich mal und lasse meinen SUB nicht wachsen. 

wandagreen kommentierte am 11. September 2019 um 17:22

Schutzzone und Laufen liegen schon bereit - gebe ich widerwillig zu.

wandagreen kommentierte am 26. September 2019 um 17:34

Beide gelesen. Ich war schnell. Hurra.

Birte kommentierte am 15. September 2019 um 12:34

Viel zu viel interessantes - Die Zeuginnen, Das Duell, Laufen, Quendel (ich sollte langsam mal den ersten Band lesen), die Puppe im Grase und Luzies Erbe - erstmal wächst die Wunschliste.