Neuvorstellungen

Dystopische Bücher: Dystopien in der Literatur

20 dystopische Thriller & Gesellschaftsromane

Dystopien stehen hoch im Kurs. Dabei gelten Romane wie "1984" und "Schöne neue Welt" zu Recht als Klassiker des Genres, scheinen sich doch die beschriebenen Szenarien nach und nach in unserer Realität zu bewahrheiten.

Kurz nach dem Amtseintritt Donald Trumps stand George Orwells "1984" wieder auf den Bestsellerlisten und war tagelang ausverkauft. Die Faszination: In dem Roman scheint Trumps Politik bereits vor 70 Jahren erschreckend genau vorausgesagt worden zu sein.  

Besonders in der Jugendliteratur erfreuen sich Dystopien wie "Die Tribute von Panem", "Die Bestimmung", "Seelen" und "Maze Runner" großer Beliebtheit (jede Menge Empfehlungen findet ihr hier). Neben den zahlreichen Coming-of-Age-Erzählungen, Abenteuer- und Heldengeschichten gibt es auch eine Reihe düsterer Thriller und Gesellschaftsromane, deren fiktive Welten nur einen Steinwurf entfernt zu liegen scheinen und in denen vorstellbare soziale, ökologische und politische Szenarien tiefgehend imaginiert werden. Negative Zukunftsvisionen spiegeln unsere Gegenwart, denken aktuelle Entwicklungen weiter und zeigen auf, wozu Systeme und wir selbst fähig sein könnten.

Habt ihr bereits einige der vorgestellten Bücher gelesen? Welche anderen Titel würdet ihr noch empfehlen?

Der Report der Magd

"Mit 'Der Report der Magd' hat sich Margaret Atwood in die Nachfolge von Aldous Huxley und George Orwell hineingeschrieben." Der Spiegel

In der Republik Gilead lässt man Desfred keine Wahl: sie muss gebären. Sonst wird sie, wie alle Abweichler, entweder an der »Mauer» gehenkt oder in einen langsamen Strahlentod geschickt. Aber kein noch so totalitärer Staat kann das Begehren auslöschen – weder das von Desfred noch das der beiden Männer, die ihre Zukunft in der Hand haben... Brillant erdacht und geschrieben: Margaret Atwoods messerscharfer Blick und ihr beißender Witz machen diese beängstigende Beschwörung eines Amerikas des 21. Jahrhunderts zu einem beunruhigenden und vielschichtigen Meisterwerk, das längst zum Kultbuch avanciert ist..

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Das Weiße Schloss

»Voller Fragen ohne einfache Antworten, beklemmend und faszinierend zugleich.«, NDR Kultur "Neue Bücher", 01.08.2018

Sie sind ein glückliches Paar. Ada und Yves haben sich für ein Kind entschieden, doch fürchten sie die Unvereinbarkeit von Liebe, Karriere und Erziehung. Deshalb nehmen sie am Prestigeprojekt des Weißen Schlosses teil, wo Leihmütter Kinder fremder Eltern austragen und aufziehen, alles sozusagen Bio und Fair Trade. Elternschaft ist hier Beruf, überwacht und gelenkt von einem alles kontrollierenden Apparat. Der Nachwuchs kann jederzeit besucht werden. Über neun Monate zeigt der Roman die beiden auf dem Weg zum eigenen Kind, folgt den Veränderungen ihres Selbstbilds und ihrer Beziehung. Im Stile von Kazuo Ishiguros »Alles, was wir geben mussten« stellen sich wichtige Fragen unserer Zeit in eigener Versuchsanordnung: Ab wann ist Bindung ein Verlust von Freiheit? Was ist Familie? Sind die tradierten Rollenbilder von Mutter und Vater verhandelbar? Spielerisch erreicht »Das Weiße Schloss« eine stilistische Größe sowie eine gedankliche Tiefe voller literarischer Verweise und Fragestellungen und wird so zu einem fulminanten Gewebe von transzendenter Leuchtkraft.

 

 

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American War

"American War" - das Buch der Stunde.

"Ein gewaltiger Roman", schreibt die renommierteste Literaturkritikerin der USA, Michiko Kakutani.

Ein Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg und das dramatische Schicksal einer Familie. Was wird sein, wenn die erschütternde Realität der Gegenwart - Drohnenangriffe, Folter, Selbstmordattentate und die Folgen von Umweltkatastrophen - mit aller Gewalt in die USA zurückkehrt? Vor diesem Hintergrund entfaltet Omar El Akkad mit großer erzählerischer Kraft den dramatischen Kampf der jungen Sarat Chestnut, die beschließt, mit allen Mitteln für das Überleben zu kämpfen. "American War" ist in den USA ein literarisches Ereignis, das schon jetzt mit Cormac McCarthy "Die Straße" und Philip Roth "Verschwörung gegen Amerika" verglichen wird.

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Finsterwalde

"Finsterwalde ist ein sehr smart geplotteter und dramatisierter Thriller, der in Hochgeschwindigkeit exzellent mit den Mitteln des Genres operiert – und ein kontroverser Polit-Roman zur Zeit, der mit immenser Energie am Nerv der Dinge bohrt, die nicht bloß die Zukunft, sondern auch die Gegenwart in Deutschland derzeit eben alles andere als licht und freundlich scheinen lassen. Der Plan, den Max Annas wohl hatte, als er sich diesen Roman ausdachte, er geht auf, in vielfacher Hinsicht." (WDR)

Eine beklemmende Zukunftsvision für unser Land - von einem Meister des politischen Kriminalromans

So könnte es kommen, vielleicht schon sehr bald: Die EU gibt es nicht mehr. Überall in Europa haben Nationalisten und Fremdenfeinde das Sagen. Leute ohne deutschen Pass werden aus ihren Wohnungen abgeholt, Staatsbürgerschaften aufgekündigt. Die meisten Deutschen mit fremden Wurzeln befinden sich in Übergangslagern, sie hoffen auf eine internationale Lösung, ein Abkommen mit einem Land, das sie aufnehmen wird. Doch auch die korruptesten Regimes weigern sich. Zu schlecht integrierbar, heißt es. Was sie meinen ist: zu viel aufrührerisches Potential. In Finsterwalde, einer geräumten Provinzstadt, hat man Tausende Schwarze kaserniert. Unter ihnen Marie mit ihren beiden Kindern. Die Versorgung ist spärlich, die Grenzzäune sind streng bewacht, Strukturen müssen erst noch geschaffen werden. Die Devise heißt Überleben. Da geht das Gerücht, in Berlin seien drei schwarze Kinder zurückgeblieben, vergessen von allen. Marie beschließt, einen Weg aus dem Lager zu finden, um die drei vor dem sicheren Tod zu retten. Parallel dazu erzählt der Roman von einem griechischen Paar, angeworben wie viele andere, um die Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu füllen. Die Ärztin Eleni bekommt eine verwaiste Praxis in Berlin zugewiesen. Theo findet Spuren der früheren Besitzerin - Marie - und macht sich gegen alle Verbote auf die Suche nach ihr.

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Die Hochhausspringerin

„Ein strahlender Roman über die fürsorgliche Umzingelung, in die sich die ganze Welt verwandelt hat.“ Clemens Setz

Riva ist Hochhausspringerin – ein perfekt funktionierender Mensch mit Millionen Fans. Doch plötzlich weigert sie sich zu trainieren. Kameras sind allgegenwärtig in ihrer Welt, aber sie weiß nicht, dass sie gezielt beobachtet wird: Hitomi, eine andere junge Frau, soll Riva wieder gefügig machen. Wenn sie ihren Auftrag nicht erfüllt, droht die Ausweisung in die Peripherien, wo die Menschen im Schmutz leben, ohne Möglichkeit, der Gesellschaft zu dienen. Was macht den Menschen menschlich, wenn er perfekt funktioniert? „Die Hochhausspringerin“ führt in eine brillante neue Welt, die so plausibel ist wie bitterkalt. Julia von Lucadou erzählt von ihr mit der Meisterschaft der großen Erzählungen über unsere Zukunft.

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Die Optimierer

MEHRFACH PREISGEKRÖNT! Ausgezeichnet mit dem Stefan-Lübbe-Preis 2016 und dem Seraph 2018 für das beste Debüt.

Im Jahr 2052 hat sich die Bundesrepublik Europa vom Rest der Welt abgeschottet. Hochentwickelte Roboter sorgen für Wohlstand und Sicherheit in der sogenannten Optimalwohlökonomie. Hier werden alle Bürger von der Agentur für Lebensberatung rund um die Uhr überwacht, um für jeden Einzelnen den perfekten Platz in der Gesellschaft zu finden.
Samson Freitag ist Lebensberater im Staatsdienst und ein glühender Verfechter des Systems. Doch als er kurz vor seiner Beförderung beschuldigt wird, eine falsche Beratung erteilt zu haben, gerät er in einen Abwärtsstrudel, dem er nicht mehr entkommen kann. Das System legt alles daran, ihn zu optimieren ... ob er will oder nicht.

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Der Circle

»Das 1984 fürs Internetzeitalter« Zeit online - Das Kultbuch jetzt auf Deutsch

Leben in der schönen neuen Welt des total transparenten Internets: Mit Der Circlehat Dave Eggers einen hellsichtigen, hochspannenden Roman über die Abgründe des gegenwärtigen Vernetzungswahns geschrieben. Ein beklemmender Pageturner, der weltweit Aufsehen erregt. 

Huxleys Schöne neue Welt reloaded: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz ? so ein Ziel der »drei Weisen«, die den Konzern leiten ? wird es keinen Schmutz mehr geben im Internet und auch keine Kriminalität. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterneköche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles.

Mit seinem neuen Roman Der Circle hat Dave Eggers ein packendes Buch über eine bestürzend nahe Zukunft geschrieben, einen Thriller, der uns ganz neu über die Bedeutung von Privatsphäre, Demokratie und Öffentlichkeit nachdenken und den Wunsch aufkommen lässt, die Welt und das Netz mögen uns bitte manchmal vergessen.

»Ein brandaktueller Roman über unsere Gegenwart ? wunderbar« FAZ

»Eggers futuristischer Silicon-Valley-Horror ist kein Orwell`sches 2084, sondern eine der Wirklichkeit nur wenig vorauseilende, im Grunde ziemlich realistisch anmutende Vision.« NZZ

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Macht

Wir schreiben das Jahr 2031: Staatsfeminismus, Hitzewellen, Wirbelstürme, Endzeitstimmung und ein Klassentreffen in der Hamburger Vorortkneipe »Ehrlich«. Dank der Verjüngungspille Ephebo, der auch Sebastian Bürger sein gutes Aussehen verdankt, sehen die Schulkameraden im besten Rentenalter alle wieder aus wie Zwanzig- bis Dreißigjährige. Wen interessiert es schon, wie hoch die Krebsrate von Ephebo ist. Als Sebastian seine heimliche Jugendliebe Elli trifft, ist es um ihn geschehen. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht Sebastians Frau. Bei dem Versuch, sie loszuwerden, löst er eine Katastrophe nach der anderen aus ...

»Karen Duve entwirft in ihrem neusten Roman ein finsteres und unterhaltsames Zukunftsszenario, das um die Themen Macht und Kontrolle kreist.« Bücher magazin (13.03.2018)

Endland

Wie sähe unser Land aus, wenn es von einer rechtsnationalen Partei regiert würde? Ein hochaktueller Roman von Martin Schäuble – spannend wie ein Thriller 

Der junge Soldat Anton bewacht die Grenzmauer, die Deutschland umschließt. Er ist begeistert von der Nationalen Alternative, der neuen Regierungspartei, und vom Selbstbewusstsein seines Landes. Seinem besten Freund Noah dagegen ist diese Politik verhasst. Er ist weder für Atomkraft und die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe, noch findet er es richtig, dass Flüchtlingen kein Schutz geboten wird. Menschen wie Fana, die nach ihrer Flucht aus Äthiopien im letzten Flüchtlingslager Deutschlands auf Anton trifft und sich mit ihm anfreundet. Als Anton einen tödlichen Anschlag ausführen soll, ist er gezwungen, sich zu entscheiden: für eine nationale Ideologie oder für seine Freunde – und ein freies Leben.

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Leere Herzen

Leere Herzen - Juli Zeh

Sie sind desillusioniert und pragmatisch, und wohl gerade deshalb haben sie sich erfolgreich in der Gesellschaft eingerichtet: Britta Söldner und ihr Geschäftspartner Babak Hamwi. Sie haben sich damit abgefunden, wie die Welt beschaffen ist, und wollen nicht länger verantwortlich sein für das, was schief läuft. Stattdessen haben sie gemeinsam eine kleine Firma aufgezogen, "Die Brücke", die sie beide reich gemacht hat. Was genau hinter der "Brücke" steckt, weiß glücklicherweise niemand so genau. Denn hinter der Fassade ihrer unscheinbaren Büroräume betreiben Britta und Babak ein lukratives Geschäft mit dem Tod.

Als die "Brücke " unliebsame Konkurrenz zu bekommen droht, setzt Britta alles daran, die unbekannten Trittbrettfahrer auszuschalten. Doch sie hat ihre Gegner unterschätzt. Bald sind nicht nur Brittas und Babaks Firma, sondern auch beider Leben in Gefahr...

"Leere Herzen" ist ein provokanter, packender und brandaktueller Politthriller aus einem Deutschland der nahen Zukunft. Es ist ein Lehrstück über die Grundlagen und die Gefährdungen der Demokratie. Und es ist zugleich ein verstörender Psychothriller über eine Generation, die im Herzen leer und ohne Glauben und Überzeugungen ist.

Oryx und Crake

»Ein beißender Kommentar auf den Zustand unserer Welt.« NDR

Crake und Jimmy sind Freunde, und sie lieben dieselbe Frau: die rätselhafte Oryx. Sie leben in einer von Klimakatastrophen bedrohten Welt in einer gar nicht so fernen Zukunft. Crake, ein Genie genetischer Manipulation, ist Wissenschaftler und arbeitet an der Entwicklung neuer Medikamente, die die Menschen gegen Epidemien immunisieren sollen, aber er verfolgt darüber hinaus seine ganz eigenen Pläne ...

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Das ist bei uns nicht möglich

Das ist bei uns nicht möglich - Sinclair Lewis

Sinclair Lewis' Roman aus dem Jahr 1935 führt einen Antihelden vor, der mit seinen Hetzreden die Begeisterung unzufriedener Wähler entfacht. Durch seine Lügen und eine Rhetorik des Populismus und der Ressentiments wird er Präsident der Vereinigten Staaten. Das klingt vertraut?

"Eine unheimliche Vorwegnahme der aktuellen Ereignisse." The Guardian

"Ein Populist im Weißen Haus? Literaturnobelpreisträger Sinclair Lewis hat es vor 80 Jahren durchgespielt." DIE ZEIT

"Sinclair Lewis ist wieder aktuell." Der Freitag

1935 in den USA ein aufsehenerregender Bestseller, heute wieder eine Sensation und aktuell wie selten zuvor. In der Übersetzung des bekannten Exilautors und Kleist-Preis-Trägers Hans Meisel - mit einem Vorwort von Jan Brandt.

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Troll

»Michal Hvorecky ist ein mutiger Mann.« Die Welt

Osteuropa in naher Zukunft. Ein Heer aus Trollen beherrscht das Internet, kommentiert und hetzt. Zwei Freunde entwickeln immer stärkere Zweifel und beschließen, das System von innen heraus zu stören. Dabei geraten sie selbst in die Unkontrollierbarkeit der Netzwelt – und an die Grenzen ihres gegenseitigen Vertrauens.

»Dieses Buch erzählt vom Albtraum der Aufklärung. Von einer Welt, in der Wahrheit und Lüge gleich viel wert sind. Es spielt in einer nahen Zukunft, die sich aber wie eine unabwendbare Gegenwart anfühlt. Ein umnachtetes Europa, dem der Kompass abhanden gekommen ist, in der Hand derer, denen nichts mehr heilig ist. Ein mutiges Buch. Ein wichtiges Buch. Besser als Michal Hvorecky kann man die Wahrheit nicht erfinden.«
David Schalko, 30.10.2018

»Ich habe mich - wie soll ich sagen - sofort gebeugt, der Komplexität und der Weisheit in Sachen Vergangenheit, die in dem Buch "Troll" steckt, seiner Rasanz, seinem verhaltenen Optimismus am Ende.«
Michael Kumpfmüller, 17.10.2018

Die europäische Gemeinschaft ist zerfallen und wurde durch die Festung Europa ersetzt. Ihr gegenüber steht das diktatorisch geführte Reich, in dessen Protektoraten ein ganzes Heer von Internettrollen die öffentliche Meinung lenkt. Einer von ihnen ist der namenlose Held dieser in einer allzu naheliegenden Zukunft angesiedelten Geschichte. Gemeinsam mit seiner Verbündeten Johanna versucht er, das staatliche System der Fehlinformationen von innen heraus zu stören – und wird dabei selbst Opfer eines Shitstorms. Mit seiner rasanten, literarisch verdichteten Erzählung beweist Michal Hvorecky erneut, warum er der erfolgreichste Autor der Slowakei ist. 

Miakro

Miakro - Georg Klein

Die Männer, die im Mittleren Büro ihren Dienst versehen, arbeiten, Pult neben Pult, am weichen Glas. Am Ende des Tages marschieren sie geschlossen zum aktuellen Nährflur, wo die bleiche Wand eine Speise für alle bereitstellt. Danach schlüpft jeder in seine Ruhekoje.
Dort aber liegt Büroleiter Nettler seit einigen Nächten wach. Ein rätselhafter Binnenwind zieht ihm das Gestern, Heute, Morgen ungezählter Arbeitsjahre neu herbei. Allmählich geraten die Selbstverständlichkeiten des Bürolebens ins Wanken. Es hat den Anschein, die guten Tage seien gezählt. Gemeinsam mit drei mehr oder weniger vertrauenswürdigen Kollegen passiert Nettler die Schleuse, den einzigen Weg, der hinausführt aus dem Mittleren Büro.
Draußen aber wird, was die Männer für ihre Arbeitsheimat hielten, bereits mit heller Wachsamkeit beobachtet. Fachleutnant Xazy, die leitende technische Agentin, hat begonnen, sich furchtlos um die Zwielichtzone des Natürlichen, um den Grenzbereich zwischen Außen- und Innenwelt, zu kümmern.
Mit Ernst und Eigensinn, mit Humor und Gefühl führt Georg Klein seine Figuren einem großen Gegenspieler in die Arme. Nicht alle werden den Frühlingsmorgen dämmern sehen. Aber das Licht des Phantastischen leuchtet hell über die Grenzen des Erwartbaren hinaus.

Blackout Island

Blackout Island - Sigríður H. Björnsdóttir

Was passiert, wenn ein ganzes Land plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten ist? Die Ressourcen knapp werden? Nicht alle überleben können? Die Menschen zu Selbstversorgern werden, Eltern ihre Kinder suchen, die in Banden hungernd durchs Land irren. Milizen marodieren. Bürgerkriegsähnliche Verhältnisse herrschen.

In einem abgelegenen isländischen Fjord lebt der ehemalige Journalist Hjalti aus Reykjavik unter primitiven Bedingungen auf dem alten Hof seines Großvaters. Er versorgt die Schafe, bewirtschaftet das karge Land und lebt von dem, was er dem Boden und dem Meer abtrotzt. Gesellschaft leistet ihm neben den Schafen nur noch sein Hund. Hjalti führt einen harten Kampf ums Überleben, denn Island ist seit geraumer Zeit von der Außenwelt abgeschottet, seine Lebensgefährtin Maria und deren Kinder von ihm getrennt, ihr Schicksal ungewiss. An den langen, einsamen Abenden protokolliert er die Ereignisse, die zu dieser Situation geführt und die ehrgeizige Innenministerin Elín Olafsdottir dazu gezwungen haben, den Ausnahmezustand auszurufen.

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Drohnenland

Alles wird überwacht. Alles ist sicher. Doch dann geschieht ein Mord, der alles infrage stellt.

Wozu Zeugen vernehmen, wenn all ihre Bewegungen und Gespräche bereits auf einer Festplatte archiviert sind? Warum Tatorte begehen, wenn fliegende Polizeidrohnen bereits alles abfotografiert haben? Als ein Brüsseler Parlamentarier auf einem Feld nahe der Hauptstadt ermordet aufgefunden wird, glaubt Kommissar Aart van der Westerhuizen zunächst, den Fall mithilfe des beinahe allwissenden Europol-Fahndungscomputers und der brillanten Forensikerin Ava Bittmann rasch lösen zu können. Und tatsächlich gibt es verblü_end schnell einen Verdächtigen. Doch dann entdeckt er immer mehr Hinweise darauf, dass die digitale Datenspur manipuliert wurde - und gerät in eine Verschwörung, die ganz Europa in seinen Grundfesten zu erschüttern droht.

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Unterwerfung

Goncourt-Preisträger Michel Houellebecq erzählt in Unterwerfung die Geschichte des Literaturwissenschaftlers François. Der Akademiker
forscht im Frankreich einer sehr nahen Zukunft zu dem dekadenten Schriftsteller Huysmans, der ihn sein Leben lang fasziniert. Zugleich verfolgt er die Ereignisse um die anstehende Präsidentschaftswahl: Während es dem charismatischen Kandidaten der Bruderschaft der Muslime gelingt, immer mehr Stimmen auf sich zu vereinigen, kommt es in der Hauptstadt zu tumultartigen Ausschreitungen.
Wahllokale werden überfallen, Autos brennen auf den Straßen. Als schließlich ein Bürgerkrieg unabwendbar scheint, verlässt François Paris ohne
ein bestimmtes Ziel vor Augen. Es ist der Beginn einer Reise in sein Inneres. Unterwerfung handelt vom Zusammenprall der Kulturen und stellt Fragen zum Verhältnis von Orient und Okzident, von Judentum, Islam und Christentum Fragen, die heute so relevant sind wie nie. Michel Houellebecq präsentiert sich als furchtloser Gesellschaftsdenker, der die bestimmenden Spannungsverhältnisse unserer Epoche mit großer Ernsthaftigkeit und zugleich mit virtuoser Ironie ausdeutet.

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Eine andere Welt

Jason Taverner: als beliebter Fernsehmoderator und Sänger gehört ihm die Welt. So denkt er, bis er in einem schäbigen Hotelzimmer aufwacht und unter Menschen kommt, die ihn nicht erkennen, in einer Welt, in der die Macht skrupellos ihre Bürger jagt. In dem Überwachungsstaat ist er ein gesichtsloser Niemand und die perfekte Beute. Mit großem Geschick erforscht Dick in seiner Dystopie die psychologischen Auswirkungen seines Orwellschen Albtraums. Nie hat Philip K. Dick seine Kritik an den zeitgenössischen USA schonungsloser dargelegt. Eine Provokation mit Nachhall.

ZERO - Sie wissen, was du tust

ZERO - Sie wissen, was du tust - Marc Elsberg

Wer sich im Netz bewegt, für den gibt es kein Entkommen
Sie wissen, WER wir sind, WO wir sind - und WAS wir als Nächstes tun werden!
London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones gibt es kein Entkommen ....

Fahrenheit 451

Der große Klassiker der Weltliteratur

451 Grad Fahrenheit oder 232 Grad Celsius – die Temperatur, bei der Papier verbrennt. Guy Montag ist Feuerwehrmann. Es ist seine Aufgabe, Bücher zu beschlagnahmen und zu verbrennen. Denn Bücher sind die Quelle allen Unglücks ... Mit "Fahrenheit 451" hat Ray Bradbury Literaturgeschichte geschrieben – neben Orwells "1984" und Huxleys "Schöne neue Welt" gibt es nichts Vergleichbares.

Kommentare

Buchdoktor kommentierte am 14. November 2018 um 16:33

Schöne Auswahl ...

Japan sinkt

Kristine kommentierte am 14. November 2018 um 18:01

Toll - ich kenne nur drei der o.g. Bücher und werde mich da jetzt mal mit den anderen Titeln beschäftigen. 

Kats_Bookworld kommentierte am 14. November 2018 um 18:40

Klasse Beitrag!
"Der Circle" ist mein absolutes Highlight!

Brocéliande kommentierte am 14. November 2018 um 20:49

Viele Bücher kenne ich dem Namen nach; aber Dystopien sind nicht mein Fall... - allerdings sah dies mal anders aus: Den berühmten Klassiker "1984" von George Orwell habe ich im November 1976 gelesen (da waren vermutlich hier so einige noch nicht geboren ;) und er hat mich seit damals sehr beeindruckt. Ein Freund meines Sohnes meinte, den sollte man unbedingt lesen (beide Anfang/Mitte 20) - das hat mich beeindruckt, da Bücher generationenunabhängig gelesen werden - und 1984 fürwahr nichts an Aktualität verloren hat - ganz im Gegenteil!

"Brave new world" ist so ein "will ich schon immer gelesen haben"-Buch und ich hoffe, ich schaffe es mal, es in die Tat umzusetzen. Aber wenn Dystopie, dann diese beiden Klassiker.

P.S. Mein 1984 Exemplar ist übrigens auf dem Cover (1974, Diana Verlag Zürich) untertitelt mit:

"Ein utopischer Roman" - auch interessant; Dystopien bzw. den Begriff gab es damals noch nicht....

"Das ist bei uns nicht möglich" von Sinclair Lewis kommt dennoch mal auf meine Merkliste - das Cover erinnert mich an ein Plattencover von Led Zeppelin ;))

Gittenen kommentierte am 14. November 2018 um 21:02

Ich habe The Circle ,Der Report der Magdt,Unterwerfung gelesen. besonders gut hat mir Ray Bradburys Fahrenheit 451 (obwohl leicht abgedreht) und" Eine andere Welt" von Philp K. Dick gefallen.

Deswegen würde ich fast alle Bücher von Philip. K. Dick empfehlen und von Ray Bradbury besonders die Kurzgeschichten. Wer gerne Bücher im Stile "Schöne neue Welt" und "1984" mag , dem würde ich von Jewgenij Samjatin " Wir " empfehlen ( auch ein absolut toller Klasiker)

Eine etwas neuere Dystopie : FUTU.RE von Dmitry Glukhovsky.

Für die jugendlichen Dystopie Leser die Skinnned Triologie von Robin Wasserman und Die Uglies, Pretties, Specials und Extras Reihe von Scott Westerfeld

Paperboat kommentierte am 14. November 2018 um 22:01

The Girl with all the Gifts, in Deutschland erschienen unter dem Titel Die Berufene von M.R. Carey wäre noch ein erster Tipp von mir.
The Road, auf Deutsch erhältlich unter Die Straße von Cormac McCarthy (wurde vor einigen Jahren verfilmt mit Viggo Mortensen).
Zwei Dystopien, die mich noch lange nach der letzten Seite bewegt haben.

E-möbe kommentierte am 14. November 2018 um 22:40

Ich kenne nur wenige von den genannten.

Was auf jeden Fall noch dazugehört wäre Epidemie.

Kochbuch-Junkie kommentierte am 14. November 2018 um 22:41

Der Report der Magd ist super, kann ich euch empfehlen,ich war - wider Erwarten- sehr begeistert.

Chaoskeks kommentierte am 14. November 2018 um 23:17

Die meisten Bücher in dieser Liste hören sich total interessant an. Ich denke, dass davon einige mal auf meine Wunschliste wandern.^^
Bisher habe ich mich im Dystopiebereich eher auf Jugendliteratur konzentriert, aber ich denke hiervon werde ich mal das ein oder andere Buch lesen. :)

Emswashed kommentierte am 15. November 2018 um 08:27

Ich will sie ALLE! Außer den 6, die ich schon hatte! ;-)

wandagreen kommentierte am 15. November 2018 um 19:12

Haha!

mesu kommentierte am 15. November 2018 um 08:59

Für mich immer noch der Beste Roman: Fahrenheit 451 :-)

Paperboat kommentierte am 15. November 2018 um 23:09

Steht definitiv noch auf meiner to-read-Liste!

stefanb kommentierte am 15. November 2018 um 09:35

Eine schöne Auswahl. Davon habe ich auch schon einiges gelesen.

Ich würde noch das Buch von Willi Hetze "Die Schwärmer" empfehlen. Sehr gut geschrieben, tiefgründig. Das ist pures Lesevergnügen.

Ggfs. auch ein Tipp: Ich bin Legende von Richard Matheson.

 

Gittenen kommentierte am 15. November 2018 um 19:02

Ich habe mir " Die Schwärmer" angeschaut , hört sich sehr interessant an könnte mir gefallen

La Tina kommentierte am 15. November 2018 um 11:05

Eine schöne Auswahl, von der ich bereits einige kenne. Den Rest schau ich mir mal in Ruhe an :-)

Paperboat kommentierte am 15. November 2018 um 23:10

Welche kennst du denn schon? :-)

Gittenen kommentierte am 15. November 2018 um 16:53

Übrigens eint tolles Foto für den Thread

stefanb kommentierte am 16. November 2018 um 07:34

Das finde ich auch ;)

Else kommentierte am 15. November 2018 um 17:59

Danke für die tolle und interessante Zusammenfassung. Die meisten Titel kenne ich noch nicht, da werde ich mich mal in Ruhe durcharbeiten. 

Dajobama kommentierte am 15. November 2018 um 18:06

Tolle Zusammenstellung!  Ich möchte noch "Die Schwärmer" von Willi Hetze hinzufügen. Das Buch hat mich dieses Jahr sehr beeindruckt. 

stefanb kommentierte am 16. November 2018 um 09:09

Ja, das hatte ich auch vorgeschlagen. Das war aber auch gut ;)

Sommerzauber02 kommentierte am 15. November 2018 um 21:27

Es sind interessante Bücher dabei. Zum Teil sind Wunschbücher dabei, eine geringe Anzahl habe ich von den Büchern gelesen.

Tialda Bibliofeles empfahl am 17. November 2018 um 11:04

Das muss ich unbedingt noch um "Revolution Nano" von Marcus Bannò ergänzen. Eine denkbare wie unheimliche Zukunftsvision ...

luna81de kommentierte am 18. November 2018 um 12:32

Vielen Dank für diese super Auswahl! Ich habe mir einiges auf meine diversen Wunschlisten gesetzt.

westeraccum kommentierte am 19. November 2018 um 12:04

"Der Report der Magd" habe ich vor ganz vielen Jahren gelesen und es war eines der eindrücklichsten Bücher, die ich je gelesen habe. Ein Meisterwerk!

Ansonsten interessiert mich das Genre nicht so sehr, aber "Leere Herzen" habe ich natürlich auch gelesen.

"Fahrenheit 451" kenne ich als Film, muss in den 1970er Jahren gewesen sein.

Gittenen kommentierte am 20. November 2018 um 13:07

dann solltest du unbedingt das Buch lesen , es lohnt sich

Arbutus kommentierte am 27. November 2018 um 23:55

Gibt es leider nur in Englisch:

"When the English fall" von David Williams. Ein Katastrophenszenario aus der Sicht eines Amish-Bauern. In meinen Augen ein sehr starkes Buch.

https://wasliestdu.de/david-williams/when-the-english-fall